Energiewechsel

Hattingen: Bagger rollen für Wohnpark Pottacker an

Pressemeldung vom 1. Juli 2015, 16:08 Uhr

Hattingen/Ruhr. Mehrfamilienhäuser, Hofhäuser und Stadtvillen sollen demnächst in der Innenstadt im Bereich der städtischen Fläche der Straße Pottacker gebaut werden. Bürgermeisterin Dr. Dagmar Goch und Baudezernent Jens Hendrix mussten für die Maßnahme an die Schüppe und haben mit dem ersten Spatenstich offiziell den Bau gestartet. Als Erstes sollen die Baustraßen und Kanäle erstellt werden.

„Seit meinem Amtsantritt 2004 ist die Bebauung Pottacker Thema. Ich freue mich, dass es zum Abschluss meiner Dienstzeit noch los geht“, so Dagmar Goch. „Entgegen dem Trend hat Hattingen in den letzten drei Jahren keine Einwohner verloren. Damit das so bleibt, müssen wir etwas tun, unter anderem qualitätvollen und bezahlbaren Wohnraum anbieten. Der Pottacker ist eine große Chance.“

Das sieht auch Baudezernent Jens Hendrix so: „Es gibt eine große Nachfrage nach Wohnraum in der Innenstadt. Viele ältere Menschen verkaufen ihr Einfamilienhaus im Grünen und ziehen ins Zentrum. Wir haben schon die ersten Interessenten, die fragen, wann sie eine Wohnung kaufen können.“

Doch bis es soweit ist, werden noch einige Monate vergehen. Drei bis vier Monate plant die Stadt für die Erschließung ein. Die Baufirma Depenbrock aus Duisburg ist zuversichtlicher. Sie plant zwei Monate ein. Im Anschluss sollen die Flächen vermessen und vermarktet werden. „Die Grundstücke werden einzeln verkauft, teils auch für Häusergruppen, dort wo es wegen der Anforderungen an den Klimaschutz sinnvoll ist, denn wir möchten individuelles Bauen ermöglichen. Allerdings gibt es eine Gestaltungsfestsetzung“, so Jens Hendrix

Die Flächen befinden sich überwiegend im Eigentum der Stadt Hattingen und wurden bisher als Grabeland genutzt. Mit dem Bebauungsplan Nr.156 „Wohnpark Pottacker“ wird dem Ziel Innenentwicklung vor der Außenentwicklung Rechnung getragen. „Hier müssen wir keine neuen Flächen im Außenbereich verbrauchen und die Infrastruktur liegt vor der Tür. Genauso wie bei dem Grundstück der alten Feuerwache und dem Schulgebäude an der Talstraße, die beide vermarktet werden.“

Der Bebauungsplan für den Bereich Pottacker ermöglicht eine abschnittsweise Quartiersentwicklung mit ca. 110 Wohneinheiten. Der städtebauliche Entwurf zum Wohnpark bildet die Grundlage für das Frei- und Grünraumkonzept und gibt im Wesentlichen die Lage und Verteilung der Freiflächen vor. Grundidee ist eine abschnittsweise Quartiersentwicklung unter Berücksichtigung familien- und seniorengerechter Strukturen sowie die Möglichkeit einer ökologisch ausgerichteten Bebauung mit neuen Wohnformen.

Der Bebauungsplan wird in 2 Teilbereiche aufgeteilt. Der Teilbereich Nord erfasst die nördlichen Flächen zwischen Feldstraße und der südlichen Straßenbegrenzungslinie der Straße „Pottacker“; im diesem Plangebiet können ca. 60 Wohneinheiten entstehen, davon 33 in den Geschosswohnungsbauten, 20 in den drei Stadtvillen und sieben in den Einfamilienhäusern.

Der Teilbereich Süd erfasst die südlichen Flächen zwischen der Straße „Pottacker“ und der Bredenscheider Straße. In diesem Plangebiet können ca. 45 Wohneinheiten entstehen, davon 36 in den Geschosswohnungsbauten, drei in der Stadtvilla und sechs in den Einfamilien- und Doppelhäusern.

Gestartet wurde jetzt im Bereich Nord zwischen Feldstraße und der Straße Pottacker. Die Flächen des Bebauungsplangebietes sind bisher nicht an die Kanalisation angeschlossen. Innerhalb des Bebauungsplangebietes Pottacker-Nord sind daher zur Erschließung rund 450 Meter Mischwasserkanäle in den geplanten Straßen und Wohnwegen neu zu verlegen.

Quelle: Hattingen – Presse- und Informationsbüro

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