Energiewechsel

Hattingen: Das Ding sieht aus wie ein großer Gas-oder Heizöltank

Pressemeldung vom 9. Juli 2015, 08:19 Uhr

Die Freude der Hattinger Feuerwehr darüber, dass sie dieses unförmige Gebilde geschenkt bekommen hat, wird dann verständlich, wenn man weiß, dass dieser „Druckbehälter“ – so die technische Bezeichnung – speziell für Hattinger Bedürfnisse umgebaut wurde. Der ausgemusterte Druckbehälter soll in Zukunft bei der Hattinger Feuerwehr als Übungsanlage dienen, die so die Feuerwehr, „allen Einsatzkräften völlig neue Perspektiven in der Aus-, Fort- und Weiterbildung eröffnet, die nur wenigen Feuerwehren in Deutschland in vergleichbarer Weise zur Verfügung stehen.“

Der einstmals ausgemusterte Druckbehälter wurde auf Grundlage einer von der Feuerwehr Hattingen gelieferten Schnittzeichnung für den Einsatz als Übungsbehälter umgebaut. Der Clou an der Sache ist, dass die Herstellung dieses Übungsbehälters für die Feuerwehr Hattingen in der Dortmunder Lehrwerkstatt der Bilfinger Piping Technologies GmbH erfolgte und die Feuerwehr die Anlage geschenkt bekam.

Der leicht angerostete Druckbehälter wurde im Rahmen einer Projektarbeit der Auszubildenden wieder auf Vordermann gebracht. Die besondere Herausforderung für Planer und Mechaniker bestand darin, dass der Druckbehälter in Zukunft genau das Gegenteil von dem möglich machen muss, für das er eigentlich vorgesehen ist, nämlich undicht sein. Und das geplant.

Um die Einsatzbedingungen möglichst lebensecht zu simulieren, installierten die Auszubildenden sogar ein Regelungssystem zu Erzeugung einer Wasserglocke, mit der Sichtbehinderungen, schlechte Wetterlagen oder Kontaminationen der Rettungstrupps mit Gefahrstoffen simuliert werden können. Da der Druckbehälter auch begehbar gemacht wurde, sind auch Menschenrettungen aus Kanälen, Schächten oder Tanks in der Praxis zu üben und die besonderen Herausforderungen an die Rettungskräfte zu simulieren.

Tómas Stanke, Leiter der Feuerwehr Hattingen: „Dank der großzügigen Spende der Firma Bilfinger können wir in Zukunft mit verhältnismäßig niedrigem Vorbereitungsaufwand anspruchsvolle Übungsszenarien darstellen, und so die Qualität der Gefahrenabwehr erheblich steigern!“

Quelle: Stadt Hattingen

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