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Hattingen: Das Ende der Kunst

Pressemeldung vom 9. Juni 2011, 15:06 Uhr

Hattingen/Ruhr: Die umstrittene These, die Kunst sei „tot und zu Ende“, wird in den Vorträgen von Professor Dr. Annemarie Gethmann-Siefert erläutert und kritisiert.
Im Rahmen einer neuen philosophischen Reihe der vhs Hattingen geht es um die Rolle der Kunst. Ein Vortrag am 9. Juni 2011 um 19.30 im Alten Rathaus stellt die Folgen der These vom „Ende der Kunst“ dar, nämlich die „Musealisierung der Künste“. Das soll bedeuten, Kunst hat mit der sozialen Wirklichkeit wenig zu tun und kommt ins Museum.
Der amerikanische Philosoph und Kunsttheoretiker A. C. Danto beruft sich auf Hegels sogenannte „These vom Ende der Kunst“ und behauptet, die Kunst sei in der modernen Welt durch Philosophie aufgehoben. Diese „Entmündigung“ der Kunst folgt daraus, dass die Kunst als Nachahmung der Natur durch eine „Verklärung gewöhnlicher Alltagsdinge“ (Warhol’s Brillo Box) ersetzt wird. Es muss daher ein neuer Begriff der Kunst (nach dem Ende der Kunst) entwickelt werden. Die Leitfrage lautet nicht mehr: „Was ist Kunst?“, sondern „Wann ist Kunst?“ Dantos Antwort auf diese Frage ist eingängig, aber irritierend. Kunst ist alles, was den Eintritt ins Museum oder die Kunstgalerie schafft und dadurch zum Bürger der „Kunstwelt“ aufsteigt.

Der Eintritt ins Alte Rathaus kostet 4 Euro. Anmeldungen bei der vhs Hattingen sind nicht notwendig.

Quelle: Stadt Hattingen / Presse- und Informationsbüro

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