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Hattingen: Großes Kino im Stadtmuseum

Pressemeldung vom 17. Januar 2013, 08:32 Uhr

Hattingen/Ruhr. „Ein anrührender Film – gerade wegen seiner unsentimentalen Erzählweise“, so kündigen die Drei vom HattingerFilmClub den Film „Monsieur Lazahr“ an. Am Montag, den 21. Januar 2013 um 15 Uhr wird der Streifen kostenlos im Veranstaltungsraum des Stadtmuseums gezeigt. Der vhs Förderverein lädt zusammen mit dem Hattinger Seniorenforum und dem Förderverein des Industriemuseums zum kostenfreien Kino ein.

Monsieur Lazahr war 2012 für einen Oscar in der Kategorie bester fremdsprachiger Film nominiert.Ein älterer Asylbewerber und traumatisierte Grundschüler haben sich nichts zu sagen – oder? Im franko-kanadischen Drama wird aus Fremdheit bald Vertrauen.
In einer Grundschule in Montreal erhängt sich eine junge Lehrerin im Klassenzimmer. Kurz darauf stellt sich Bachir Lazhar, ein algerischer Immigrant, bei der Schuldirektorin vor und bewirbt sich um die freie Stelle. Ohne seine Angaben genau zu überprüfen, stellt sie ihn ein. Niemand weiß, dass auch er selbst einen schweren Schicksalsschlag erlitten hat.
Zu Anfang kommt es im Unterricht aufgrund der kulturellen Unterschiede zu einigen Reibungspunkten zwischen Bachir und seinen Schülern. Doch nach und nach kann er das Vertrauen der Schüler gewinnen. Gegen die Anweisung der Schulleitung, die eigens für dieses Thema eine Psychologin beschäftigt, lässt er die Kinder im Unterricht auch über den Selbstmord der Lehrerin sprechen. Insbesondere für Alice und Simon, die besonders traumatisiert wurden, da sie die tote Lehrerin gesehen haben, erweist sich Bachirs offener, aber auch bestimmter Umgang mit dem Thema als heilsam.
„Ohne falsche Sentimentalität zeigt Falardeau, wie die gezeichneten Kinder und der seelisch versehrte Lazhar einander zu stützen lernen. Dabei deklassiert sein Film en passant alle bekannten rührseligen Paukerdramen. Denn statt in großen Gesten und Worten eine erbauliche Botschaft zu verkünden,lässt „Monsieur Lazhar“ den Figuren und den Zuschauern in seinen genau beobachteten Szenen Raum, ihre eigene Sicht auf das Wesentliche zu entwickeln, so die Presse im Mai 2012.

Quelle: Hattingen – Presse- und Informationsbüro

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