Energiewechsel

Hemer: Der letzte Ausweg bei zahlungsunwilligen Schuldnern

Pressemeldung vom 13. Juli 2011, 12:22 Uhr

Die Stadt Hemer montiert ab sofort Ventilwächter für gepfändete
Fahrzeuge

Der letzte Ausweg: Wer nicht zahlt, dem geht die Luft aus! Die
Vollziehungsbeamten der Stadt Hemer setzen nun so genannte Ventilwächter ein,
eine mit Druckluft betriebene Wegfahrsperre. Diese dient zur Sicherstellung
gepfändeter Fahrzeuge.

„Bis es aber so weit kommt, müssen es zahlungsunwillige Schuldner aber auch sehr
weit getrieben haben“, erklärt Klaus Schulz, Leiter des Amtes für Kommunalfinanzen.
Es ginge nicht darum, beim geringsten Zahlungsverzug mit aller Macht das
Kraftfahrzeug eines Schuldners stillzulegen. Allerdings gebe es einige „Extrem-Fälle“, in
denen Schuldner ihrer Mitwirkungspflicht überhaupt nicht nachkämen. Oft reichen
nämlich Mahnungen, Pfändungsankündigungen und Besuche der Vollziehungsbeamten
nicht aus und der Schuldner lässt sämtliche Aufforderungen und Fristsetzungen
wochenlang verstreichen. „Einzelfallbezogen muss es dann angemessene härtere
Konsequenzen geben, denn auch wir müssen diese Fälle fristgerecht bearbeiten“, so
Schulz.

Wie der Ventilwächter funktioniert? Diese Art Wegfahrsperre wird von den
Vollziehungsbeamten an zwei Rädern auf das Ventil geschraubt. Zudem werden
unübersehbar gelbe Warnplaketten und das Pfandsiegel an die Autoscheiben geklebt.
Sollte das so gepfändete Fahrzeug trotzdem noch benutzt werden, bewirken die
Ventilwächter, dass nach kurzer Fahrstrecke die Luft aus den Reifen weicht. Für
mögliche Schäden haftet dann der Fahrzeugführer.
Diese neue Art der Wegfahrsperre ist wesentlich vorteilhafter als die bereits bekannten
Parkkrallen. Ein Ventilwächter ist in der Anschaffung sehr kostengünstig und von jedem
Vollziehungsbeamten leicht zu montieren.
Außerdem ist die Gefahr, das Fahrzeug durch das Anbringen dieser Wegfahrsperre zu
beschädigen, nicht gegeben.

Quelle: Stadt Hemer

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