Energiewechsel

Hennef: Eröffnung des Busbahnhofes

Pressemeldung vom 6. Juli 2011, 12:51 Uhr

Vor fast genau einem Jahr haben die Bauarbeiten am Hennefer Busbahnhof begonnen, nun konnte seine Eröffnung gefeiert werden. Der kalte Winter, Lieferverzögerungen bei den Stahlelementen für die neuen Überdachungen und Verzögerungen bei den nachfolgenden Gewerken machten den ursprünglichen Plan zunichte, laut dem der Bahnhof bereits im Frühjahr hätte fertig sein sollen. Nun aber kann er wieder genutzt werden und präsentiert sich, so Bürgermeister Klaus Pipke, „rundum neu und modern, nachhaltig und vor allem barrierefrei.“
Trotz der Zeitverzögerung sieht es auf der Kostenseite gut aus, so Bürgermeister Klaus Pipke weiter: „Die geplanten Gesamtkosten in Höhe von 2,8 Millionen Euro entsprechen auch den Endkosten, die Summe wird nicht überschritten.“ Der Umbau wurde vom Zweckverband NahverkehrRheinland mit 85 Prozent gefördert.
Barrierefrei, sicherer, komfortabler
Der neue Busbahnhof bietet Wartenden bestmöglichen Komfort und genügend Platz gerade für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, wie gehbehinderte Menschen, Rollstuhlfahrer oder Eltern mit Kinderwagen. Vier Bussteige mit jeweils bis zu vier Wartepositionen für Linienbusse stehen nun zur Verfügung. Dadurch gelingt es, die Fußgängerüberwege auf klar geregelte Bereiche zu konzentrieren, die Sicherheit für Fußgänger steigt also. Barrierefreiheit und mehr Sicherheit – dies vor allem waren die Ziele des Neubaus des 30 Jahre alten Hennefer Busbahnhofes.

Im alten Zustand hatte er erhebliche Mängel und Sicherheitsprobleme aufgewiesen und war nicht barrierefrei. Auf Empfehlung der Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft (RSVG) hatte die IGS Ingenieurgesellschaft Stolz mbH bereits im Juni 2006 die Umgestaltung des Busbahnhofs untersucht und dabei wesentliche Mängel beim Betriebsablauf, der Führung der Fahrgäste und der Sicherheit für Fußgänger festgestellt. Alle dies, so hieß es damals, könne nur durch einen vollständigen Umbau abgestellt werden. Die neue Gestaltung des Busbahnhofes ist denn auch mit der RSVG abgestimmt. Die RSVG wickelt am Hennefer Busbahnhof täglich 750 An- und Abfahrten ab, im Durchschnitt nutzen 11.000 bis 12.0000 Menschen pro Tag den Busbahnhof.
Zeitgleich mit dem Bau des Busbahnhofes hat die Deutsche Bahn Station & Service AG ein neues Bahnsteigdach auf dem Bahnsteig für Gleis 1 gebaut, das auch den angrenzenden Bussteig überdeckt. Außerdem wurde eine neue Toilettenanlage gebaut, die auch den Busfahrern der RSVG als Sanitärraum dient.
Nachhaltig: Energie sparende LED-Leuchten
Ins Auge fallen vor allem die neuen schirmartigen Überdachungen des Busbahnhofes, die mit umlaufenden LED-Lichtbändern eine sehenswerte Kulisse bieten. Die darin genutzten LED-Leuchten tun ihr Werk extrem Energie schonend: Im Vergleich zu herkömmlichen Leuchtstoffröhren verbrauchet eine Leuchte 161 Kilowattstunden (kwh) weniger Energie pro Jahr, nämlich nur 76 kwh, bei Leuchtstoffröhren liegt der Wert bei 237 kwh. Die LED-Leuchten überzeugen auch durch eine extrem lange Nutzlebensdauer: 85.000 Stunden geben Sie Licht, Leuchtstoffröhren würden bereits nach 15.000 Stunden versagen. Wenn man von 11 Betriebsstunden pro Tag ausgeht, haben die LED-Leuchten damit eine Lebensdauer von 21 Jahren. Die Kostenersparnis von LED-Leuchten im Vergleich zu Leuchtstoffröhren summiert sich bei 262 laufende Meter insgesamt in dieser Zeit auf 147.920 Euro. Der um rund 30.000 Euro höhere Preis beim Bau hat sich schnell gerechnet.
Auch die Beleuchtung unter den Schirmen – die so genannte Grundbeleuchtung – gibt nicht nur optisch, sondern auch wirtschaftlich und ökologisch ein gutes Bild ab. Hier liegt der jährliche Energieverbrauch pro Leuchte bei 153 khw (Leuchtstoffröhren: 237 kwh) bei identischer Nutzlebensdauer. Damit ergibt sich hier eine Ersparnis von rund 58.000 Euro über die gesamte Lebensdauer bei 215 Metern Leuchten.
Die Besonderheit der umlaufenden Beleuchtung ist die Möglichkeiten der Farbgebung. Computergesteuert können theoretisch unendlich viele Farben erzeugt werden. Anfangs werden in den Abendstunden sanft wechselnde Farben eingesetzt, in Zukunft denkt die Stadt daran, passend zu den Jahreszeiten stimmungsvolle Farbakzente zu setzen.
Die Leuchtkraft der LED-Röhren wird in den Nachtstunden auf das vorgeschriebene Mindestmaß von 50 Lux eingestellt. In den Abendstunden und am frühen Morgen arbeiten die Röhren am neben der Bahnhofstraße gelegenen Bussteig mit rund 200 Lux und am mittleren Bussteig mit 180 Lux. Die Beleuchtung an der neuen Überdachung an Gleis 1 des DB-Bahnhofes arbeitet durchgehend mit 120 Lux.

Ladestraße wird wieder Parkplatz – vorerst
Während der Umbauzeit diente die Ladestraße als Ersatz-Busbahnhof. Für die Fahrgäste gab es keine Einschränkungen. Es mussten keine Busse ausfallen. Auch aus polizeilicher Sicht ist die Lösung Busbahnhof Ladestraße gelungen, da dort keinerlei Sicherheitsprobleme aufgetreten waren. Nun wird dort vorerst wieder ein Parkplatz eingerichtet, bis der dortige Investor – die „Immobilienverwaltung BDV Hennef-Sieg S.a.r.l. & Co. KG“ – mit dem Bau eines Büro- und Geschäftshauses beginnen kann. Dies wird momentan dadurch verzögert, weil sich die Pläne des Investors auch auf eine noch der Bahn gehörenden Restfläche von 997 Quadratmetern erstrecken. Die dortige Infrastruktur der Bahn muss zunächst abgebaut werden, es handelt sich um zwei Masten und eine Gleisanlage. Dieser Rückbau muss mit dem Eisenbahnbundesamt, der Bahnentwicklungsgesellschaft und der Bahn AG abgestimmt werden, diese Abstimmung läuft zurzeit. Parallel dazu führt der Investor erfolgversprechende Gespräche mit potenziellen Mietern.
Kiosk und Unterführung
Im Zuge des Neubaus wurden am Busbahnhof in einem ersten Schritt fünf neue Bäume gesetzt. Der Kiosk neben dem Busbahnhof wird ab dem 4. Juli abgerissen. Die weitere Nutzung für den dann freien Platz ist noch offen, gedacht ist jedoch zurzeit an eine ansprechende Platzgestaltung mit weiterer Begrünung. In Zukunft soll auch die Treppenanlage und die Unterführung neu gestaltet werden.

Bussteige und Linien: Betrieb am neuen Busbahnhof
Die Inbetriebnahme des neuen Busbahnhofes erfolgt am Samstagmorgen. Am Samstag und am Montag wird ein Mitarbeiter der RSVG auf dem neuen Busbahnhof für Fragen der Fahrgäste zur Verfügung stehen. Die Bussteige werden wie folgt belegt:
Bussteig A: Linien 516, 525, 527, 529
Bussteig B: Linien 510, 530, 531, 532, 578
Bussteig C: Linien 522, 524, 579
Da die einzelnen Linien auf den jeweiligen Bahnsteigen keinen festen Abfahrplatz haben, fahren die Busse immer bis zur Spitze vor. Die Haltestellen auf dem Bahnsteig entlang der Bahnlinie sind Ausstieg- und Pausenhaltestellen.

Quelle: Stadt Hennef / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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