Energiewechsel

Hennef: Hennef auf dem Weg zur Fairtrade-Stadt

Pressemeldung vom 10. Juni 2011, 13:47 Uhr

(ms) Hennef soll Fairtrade-Stadt werden, so beschloss es der Umweltausschuss bei seiner gestrigen Sitzung einstimmig. Den endgültigen Beschluss dazu muss am 27. Juni der Rat der Stadt Hennef fassen. Als Fairtrade-Stadt muss Hennef gewisse Bedingungen erfüllen, die Koordination dafür hat der Arbeitskreis „Fairer Handel“ unter Federführung der Agenda 21 übernommen. Fazis bislang: Viele Bedingungen sind bereits erfüllt.
Aufgrund eines Bürgerantrages der Grünen Jugend Hennef hatte der Umweltausschuss in seiner Sitzung am 29. September 2010 beschlossen, das Thema „Fairtrade-Stadt“ an den Verein Agenda 21 der Stadt Hennef zu übergeben. Es bildete sich der Arbeitskreis „Fairer Handel“, der die Daten zu den zu erfüllenden Kriterien erhebt und die Organisation und Koordination übernimmt. Ziel des fairen Handels ist, die Produktionsbedingungen in Entwicklungsländern zu verbessern, Kleinbauern langfristige Handelsbeziehungen zu ermöglichen und die Umwelt zu schützen. Die Kriterien für eine Fairtrade-Stadt beziehen sich vor allem darauf, in welcher Weise und Menge fair gehandelte Produkte in einer Stadt gehandelt und verwendet vwerden. Es handelt sich um fünf Kriterien:
Es liegt ein Beschluss der Kommune vor, dass bei allen Sitzungen der Ausschüsse und des Rates sowie im Bürgermeisterbüro Fair Trade-Kaffee sowie ein weiteres Produkt aus Fairem Handel verwendet wird. In Hennef ist ein solcher Beschluss nicht notwendig, da ohnehin nur Wasser zur Verfügung gestellt wird. Kaffee aus fairem Handel wird jedoch im Bürgermeisterbüro verwendet.
Es bildet sich eine lokale Steuerungsgruppe, die auf dem Weg zur „Fairtrade-Stadt“ die Aktivitäten vor Ort koordiniert. Diese Bedingung wurde in Hennef mit der Bildung des Arbeitskreises „Fairer Handel“ erfüllt.
In den lokalen Einzelhandelsgeschäften werden Produkte aus Fairem Handel angeboten und in Cafés und Restaurants werden Fair Trade-Produkte ausgeschenkt. Dies bezieht sich auf eine bestimmte Anzahl von Geschäfte und Gastronomiebetrieben je nach Einwohnerzahl, in Hennef zehn Geschäfte und fünf Gastronomiebetriebe. Bisherige Erhebungen des Arbeitskreises haben ergeben, dass zumindets bei Einzelhandelsgeschäften diese Zahl weit überschritten wird. Ob in mindestens fünf Gastronomiebetrieben Produkte aus fairem Handel angeboten werden, wird zurzeit noch überprüft.
In öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen werden Fair Trade-Produkte verwendet und es werden dort Bildungsaktivitäten zum Thema „Fairer Handel“ durchgeführt. In Hennef ist dies in einer großen Anzahl von Kirchengemeinden der Fall. Noch nicht untersucht wurde, welche Vereinsaktivitäten bestehen. Ebenfalls muss noch eine Schule konkret für das Projekt gewonnen werden.
Für das fünfte Kriterium sind die lokalen Medien gefragt, die über alle Aktivitäten auf dem Weg zur Fairtrade-Stadt berichten sollen.

Die nächste Aktion auf dem Weg zur „Fairtrade-Town“ steht bereits fest: Am Donnerstag, dem 16. Juni um 11 Uhr veranstalten rund 60 Schüler des zehnten Jahrgangs der Kopernikus-Realschule sowie die Lokale Agenda 21 auf dem Hennefer Marktplatz ein Fairtrade-Frühstück. Auf der langen Frühstücks-Tafel werden ausschließlich fair gehandelte und regionale Produkte zu finden sein.

Quelle: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Hennef

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