Energiewechsel

Herford: Bürgermeister Bruno Wollbrink zur kommunalen Energieversorgung

Pressemeldung vom 13. Juli 2011, 13:47 Uhr

„Wir wollen als Kommune bei der Energieerzeugung und -versorgung künftig eine starke Rolle spielen und erneuerbare Energien vor Ort fördern“

Die von der Bundesregierung beschlossene Energiewende wird auf kommunaler Ebene entscheidend mitgestaltet. Davon ist Herfords Bürgermeister Bruno Wollbrink überzeugt. Bei der Besichtigung der Herforder Niederlassung der Viessmann-Group, die ihr neues Gebäude komplett mit erneuerbaren Energien versorgt, machte das Stadtoberhaupt deutlich: „Solchen Lösungen sollte in Herford die Zukunft gehören. Es ist die Aufgabe der Kommunalpolitik, solche Projekte dezentraler Energieerzeugung preisgünstig zu ermöglichen.“

Wichtig dafür sind die anstehenden Verhandlungen um die Konzessionen der heimischen Stromnetze. Außer dem jetzigen Konzessionsinhaber, der E.ON Westfalen AG, sollen auch die städtischen Stadtwerke als Bewerber auftreten. „Aus juristischen Gründen dürfen wir als Stadt keinen Bewerber benachteiligen, deshalb werden wir die Vergabeverhandlungen um die Konzessionen mit höchster Sorgfalt führen, um keinen Akteur zu benachteiligen“, erklärt das Stadtoberhaupt. Drei Aspekte sind in dem anlaufenden Entscheidungsprozess berücksichtigen.

E.ON unterhält an der Bielefelder Straße in Herford einen eigenen Standort mit rund 400 Beschäftigten. „Für diese Arbeitsplätze stehen wir mit in der Verantwortung“, sagt Bürgermeister Bruno Wollbrink. Außerdem ist die Stadt über die städtische Finanzholding HVV, in der alle städtischen Tochterunternehmen zusammengefasst sind, auch mit mehr als zehn Prozent Anteilseigner an der E.ON Westfalen Weser AG. Der Wert dieser Finanzanlagen soll auch in Zukunft erhalten bleiben.

Als Zweites betont der Verwaltungschef die energiepolitischen Interessen der Stadt: „Der Betrieb eines Stromnetzes ist ein elementarer Teil der Daseinsvorsorge, auf den die Kommunen mehr Einfluss nehmen sollten. Wenn wir uns als Stadt energiewirtschaftlich betätigen, muss eine preisgünstige und sichere Stromversorgung für die Bürgerinnen und Bürger unser oberstes Ziel sein. Und dieses Engagement sollte sich natürlich auch wirtschaftlich lohnen.“

Als Drittes liegt Bruno Wollbrink die dezentrale Energiegewinnung vor Ort am Herzen. Private, seien es Bürgerinnen und Bürger oder Unternehmen, sollen in Herford ihren Beitrag zur Energieversorgung leisten können. „So viel Energie wie möglich sollten wir hier selbst produzieren, dafür brauchen wir mehr Einfluss im Netzbetrieb, denn wir wollen als Kommune bei der Energieerzeugung und -versorgung künftig eine starke Rolle spielen und erneuerbare Energien fördern. Dann wird die Energiewende gelingen.“

Quelle: Stadt Herford

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