Energiewechsel

Herford: Entlassung des ersten Jahrgangs der Kulturstrolche

Pressemeldung vom 28. Juni 2011, 09:35 Uhr

Drei Jahre lang lernten Herforder Grundschüler das kulturelle Angebot der Stadt Herford kennen

„Die ‚Kulturstrolche‘ haben in den letzten drei Jahren beispielhaft gezeigt, wie man unseren Kleinsten Kultur nahe bringen kann. Kompliment!“ Herfords Bürgermeister Bruno Wollbrink ließ es sich nicht nehmen, den ersten Jahrgang der Kulturstrolche zu entlassen. Drei Jahre lang hatten 300 Schülerinnen und Schüler aus zehn Grundschulklassen sechs Kultursparten der verschiedenen Herforder Kultureinrichtungen kennen lernen dürfen.

Die Clownin Pellegrini, alias Herta Ahnefeld, führte durch die Entlassfeier im Stadttheater. Humorvoll näherte sie sich den Häusern, die von der Schülerschaft besucht worden waren. Aus der Stadtbibliothek bestellte sie sich etwa den Buchstabensalat und das städtische Archiv wurde zum Schnarchiv. Sie entdeckte zudem ein bislang unbekanntes musikalisches Talent. Der Geschäftsführer der Kultur Herford gGmbH, Ernst Meihöfer, machte mit der E-Gitarre richtig Krach. Als Mitglied einer Hardrock-Band weiß er genau, wie das geht.

Das 2008 gestartete Vorhaben „Kulturstrolche eröffnet mittlerweile rund 1.100 Schülerinnen und Schülern aus 43 Herforder Grundschulklassen Einblicke in die Herforder Kulturwelt. Dazu gehören für die Bildende Kunst das Museum Marta und der Kunstverein, für die Musik die Nordwestdeutsche Philharmonie, die Hochschule für Kirchenmusik und die städtische Musikschule. Hinzu kommen das Stadttheater und die Stadtbibliothek für die Literatur. Die Geschichte vertreten das Stadtarchiv, das städtische Museum Daniel-Pöppelmann-Haus und die Gedenkstätte Zellentrakt. Den Umgang mit Medien vermittelt außerdem die Volkshochschule.

Bevor die Vertreter der zehn Abschlussklassen als Kulturstrolche offiziell geehrt wurden, würdigte Herfords Bürgermeister Bruno Wollbrink die Besonderheiten des Projekts: „Für viele Kinder ist es nicht selbstverständlich, gemeinsam mit ihren Eltern Theater, Museen oder Konzerte zu besuchen. Kinder sollten aber unabhängig vom Geldbeutel ihrer Eltern das kulturelle Leben einer Stadt erfahren können. Kulturelle Lebenswelten und Ausdrucksformen sind für die Persönlichkeitsbildung unverzichtbar.“

Ernst Meihöfer wies überdies auf die Vorteile für die beteiligten Kulturinstitutionen hin: „Sie arbeiten für die Zukunft und binden die Besucher von morgen an sich. Sie lernen, sich auf Kinderfragen einzustellen und können so ihr Profil kindgerechter gestalten.“ Ein großer Dank gebühre dem Kultursekretariat Gütersloh und der Carina-Stiftung und den beteiligten Kultureinrichtungen sowie dem Bildungsdezernat. „Mit größeren und kleineren Beiträgen können wir das mit ca. 15.000 Euro vergleichsweise günstige Projekt realisieren. Die Wirkung in den Köpfen und Herzen der Kinder ist aber vergleichsweise viel größer und letztlich nicht bezifferbar.“

Quelle: Stadt Herford

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis