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Herford: Jungen und Mädchen zwischen 10 und 17 Jahren gestalten Ausstellung zur Kindheit in den letzten 100 Jahren

Pressemeldung vom 5. Juli 2011, 14:50 Uhr

Eröffnung am 2. Juli im Herforder Daniel-Pöppelmann-Haus

Wie war Kindheit früher, wie ist sie heute? Mit diesem Thema haben sich die Museumsexperten befasst. Die Gruppe von Mädchen und Jungen zwischen 10 und 17 Jahren hat zusammen mit dem Städtischen Museum eine Ausstellung zur Kindheit in den letzten 100 Jahren gestaltet. Am 2. Juli wird sie um 16 Uhr unter dem Titel „Kindheit. Früher – heute“ im Daniel-Pöppelmann-Haus eröffnet.

Die Planung der Ausstellung war für die jungen Ausstellungsmacher genauso wichtig wie das fertige Ergebnis. Auf dem Weg zum Museumsexperten waren zahlreiche Fragen zu beantworten, hier ihr Bericht: Die wichtigste Frage am Anfang lautete: Was bedeutet eigentlich „Kindheit“? Was gehört alles dazu? Natürlich die Eltern, die Geschwister, das Haus, in dem man wohnte. Die Freunde, mit denen man zur Schule ging und am Nachmittag spielte. Unsere Ideensammlung umfasste auch die Bereiche Freizeit, Luxus, Religion, Hobbies, Familienfeste, Versorgung.

Nächste Frage: Wer konnte uns darüber berichten, wie man früher als Kind lebte? Natürlich Leute, die damals klein waren! Wir machten uns auf die Suche nach Zeitzeugen und schafften es, 48 Männer und Frauen zwischen 19 und 99 Jahren zu uns einzuladen. Anhand eines selbsterarbeiteten Fragebogens erhielten wir Antworten. Wir notierten diese und nahmen sie als Tondokument auf. Alle Interviewpartner waren spontan bereit, ihre kleinen Erinnerungsschätze als Leihgabe für die Ausstellung zur Verfügung zu stellen. Altes Spielzeug, Fotos, Schulhefte, Zeugnisse und vieles mehr bereicherte unsere Sammlung.

Nächste Frage: Was haben wir herausgefunden, und wie können wir es in unserer Ausstellung umsetzen? Wir werteten die Fragebögen und Tonaufnahmen aus und fassten die wichtigsten Informationen zusammen. Dann verglichen wir die Aussagen mit der historischen Fachliteratur, denn auch Quellenaussagen von Zeitzeugen müssen immer überprüft werden. Eine aufwändige und anstrengende Arbeit, die viel Zeit benötigte.

Nächste Frage: Wie konnten wir unsere Ergebnisse präsentieren? Durch fachlich kompetente Unterstützung eines Ausstellungsplaners bekamen wir allmählich genauere Vorstellung vom Aufbau unseres Projekts. Wir planten einen Zeittunnel im Eingangsbereich, eine Themenstraße und Räume für die Bereiche Schule und Kinderzimmer. Freundlicherweise spendete die Carina-Stiftung drei Hörstationen, die Originaltöne unserer Gesprächspartner wiedergeben.

Außerdem beschäftigten wir uns mit den organisatorischen Aufgaben einer Ausstellung. Dazu gehören die Beschriftung der Exponate, die grafische Gestaltung der Werbematerialien und die Pressearbeit. Durch die Schau begleiten und führen Daniel und Daniela. Die beiden Maskottchen wurden von uns selbst gestaltet. Sie sind außerdem auf dem Flyer und dem Plakat zu sehen.

Die Ausstellung kann vom 2. Juli bis zum 24. Juli jeweils dienstags bis samstags von 14 Uhr bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr im Daniel-Pöppelmann-Haus, Deichtorwall 2 in Herford, besichtigt werden. Der Eintritt ist frei. Für Lehrkräfte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Jugendgruppen und Vereinen gibt es außerdem am Montag, dem 4. Juli, um 16 Uhr eine Einführungsveranstaltung.

Quelle: Stadt Herford

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