Energiewechsel

Hochsauerlandwasser GmbH: Kriterien für Windkraft-Nutzung nun Thema im Stadtrat

Pressemeldung vom 5. Juli 2016, 13:30 Uhr

Wie sehen die Kriterien aus, nach denen die Windkraft-Nutzung im Stadtgebiet geregelt werden soll? – Einen Entwurf für einen möglichen Kriterien-Katalog stellte jetzt Dipl.-Ing. Michael Ahn vom Büro WoltersPartner, den Mitgliedern des Ausschusses Planen und Bauen vor. Nun werden die Fraktionen das Konzept beraten, bevor in der Ratssitzung am Donnerstag, 7. Juli, eine endgültige Entscheidung getroffen werden soll.

Hintergrund: Die rechtlichen Vorgaben sehen vor, dass der Windkraft in einer Kommune – also auch in der Stadt Olsberg – „substanziell Raum gegeben“ werden muss. Für die „Suchflächen“ müsse deshalb ein Wert von rund zehn Prozent der Flächen im Außenbereich erreicht werden, für die es kein gesetzliches Ausschlusskriterium gebe, erläuterte Michael Ahn – und daran sollen sich auch die Kriterien orientieren, die in Olsberg für die Flächenauswahl gelten werden.

Der Stadtplaner stellte den Ausschussmitgliedern dabei drei Varianten mit unterschiedlichen Vorsorgeabständen vor, die Konzentrationszonen für Windkraft zu anderen Nutzungen einhalten sollten. Wichtig: Am Ende des Planungsprozesses muss für die Windkraft genügend „Platz bleiben“ – eben der rechtlich vorgegebene „substanzielle Raum“. Da die Flächen im Lauf des Verfahrens durch Belange des Artenschutzes erfahrungsgemäß noch kleiner werden, empfahl Michael Ahn, genügend „Reserven“ zu berücksichtigen.

Basis für die weiteren Beratungen soll nun eine so genannte „optimierte Variante“ sein: Suchräume für die Windkraft müssten dabei 850 Meter Abstand zur Wohnbebauung sowie 500 Meter Abstand zu Industrieflächen einhalten. Hintergrund: Eine Fläche bei Antfeld ist landesplanerisch als einzige Fläche gesichert, die künftig noch als Industriegebiet genutzt werden könnte – hier sollen mögliche Windräder „Abstand halten“, damit es keine Einschränkungen bei der Nutzbarkeit geben muss.

500 Meter Vorsorgeabstand soll es auch auf beiden Seiten des Olsberger Kneippwegs geben – hier, so Michael Ahn, handele es ich um einen lokalen Premiumweg, an den bestimmte, festgelegte Mindestanforderungen gestellt werden. Zudem sei der Kneippweg für die angestrebte Aufwertung Olsbergs zum Kneipp-Heilbad von besonderer Bedeutung.

Beschlossen werden soll der Kriterienkatalog in der Ratssitzung am kommenden Donnerstag, 7. Juli, um 17 Uhr im Rathaus. Er wird dann die Basis sein für den so genannten Vorentwurf des Flächennutzungsplans, mit dem die Stadt Olsberg ins eigentliche Planverfahren startet. Bürgermeister Wolfgang Fischer unterstreicht, dass damit eine möglichst weitgehende Bürgerbeteiligung verbunden ist – Bürgerinnen und Bürger sowie Fachbehörden können dabei Stellung zu den Planungen nehmen.

Quelle: Hochsauerlandwasser GmbH

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