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Ibbenbüren: Alter Posthof „Ab in die Mitte“-Projekt

Pressemeldung vom 1. Juli 2011, 11:39 Uhr

In den Blickpunkt rückt der Alte Posthof in diesem Sommer nicht nur durch das diesjährige „Ab in die Mitte“- Projekt und die Gründung einer Immobilien- und Standortgemeinschaft. Zeitgleich ist der Posthof, der in der Vergangenheit einen zentralen Stellenwert im Ibbenbürener Postwesen einnahm, Gegenstand einer umfangreichen Ausstellung zur Ibbenbürener Postgeschichte, die am 9.Juli im Stadtmuseum in der Breiten Straße eröffnet wird.

Über anderthalb Jahre hinweg hat eine Arbeitsgruppe des Museums diese Ausstellung vorbereitet, in die über 250 Jahre Postgeschichte einfließen. Dabei gehen die Macher davon aus, dass es auch bereits zuvor eine „Post“ in der Stadt gegeben haben wird. Konkret greifbar wird das Postwesen mit dem „Posthof“, der Pferdewechselstation an der Poststraße, an deren ehemaligen Gebäuden auch heute noch die Jahreszahl ihres Entstehens – „1743“ – ablesbar ist. Zuständig war damals der Posthalter Wehrstein, der den Postbetrieb neben seiner Tätigkeit als Landwirt und Schnapsbrenner unterhielt.

Die Ausstellung zeichnet auch die weiteren Schritte der Post, etwa nach dem Bau der Bahnstrecke 1856 oder dem Abriss des ehemaligen Postgebäudes an der Osnabrücker Straße nach. Sie greift dabei auf zahlreiche Dokumente, Fotos und Gegenstände zurück, die die Entwicklung der Post in Ibbenbüren aufschlussreich und teilweise kurios nachvollziehbar machen.

Wesentliche Anteile der Ausstellung entstammen den Sammlungen von Victor Schneider, Clemens Beckemeyer und Helmut Böcker, die sich diesem Thema seit vielen Jahren und mit unterschiedlicher Interessenlage genähert haben. Sie stellten u.a. historische Briefe, Fotos, Stempel, Postschilder, Modelle von Postautos oder eine Postkiste zur Verfügung. Dieser mit der borstigen Schwarte eines Wildschweins bezogene Behälter war früher zur sicheren Verwahrung der Post an der Postkutsche festgeschnallt.

Im Zusammenhang mit dem Postwesen gibt es vieles zu erzählen und zu zeigen. Einiges davon hat Eingang gefunden in das Buch „Postgeschichte(n) der Stadt Ibbenbüren“, das vom Stadtmuseum Ibbenbüren e.V. herausgegeben und zur Ausstellungseröffnung am 9. Juli erscheinen wird. Realisiert wurde es mit der Unterstützung der Ibbenbürener Vereinsdruckerei und mit Hilfe eines Zuschusses des Landschaftsverbandes. Das reich bebilderte 124seitige Buch zur Postgeschichte wird zum Preis von 18,50 € im Stadtmuseum, in den Ibbenbürener Buchhandlungen und in der Touristinformation der Stadtmarketing Ibbenbüren GmbH, Bachstr.14 zu haben sein.

Quelle: Stadt Ibbenbüren

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