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Kamp-Lintfort: Freizeitspaß kennt keine Handicaps

Pressemeldung vom 18. Dezember 2014, 15:24 Uhr

Stadt und Hochschule starten Umfrage zu inklusiven Freizeitangeboten

Beim Thema Inklusion denken viele Menschen an den gemeinsamen Schulunterricht von Kindern mit und ohne Behinderung. Inklusion endet allerdings nicht am Schultor. Die UN-Behindertenrechtskonvention fordert, Menschen mit Behinderung gleichberechtigt an allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens teilhaben zu lassen. „Das gilt vor allem auch für den Freizeitbereich“, betont der Kamp-Lintforter Behindertenbeauftragte Bernhard Krebs. Über Freizeitangebote, an denen Menschen mit Behinderung teilnehmen können und bei denen sie gezielt willkommen geheißen werden, möchte die Stadt mehr erfahren – und mit ihr Studierende der Hochschule Rhein-Waal. Unter der Regie von Stabstellenleiter für Controlling und Statistik Bernward Karl Junge haben die Studierenden einen Fragebogen erarbeitet. Ziel ist es, alle inklusiven Freizeitangebote im Stadtgebiet in einer Publikation zusammenzufassen. Die aufgeführten Angebote sollen um wichtige Zusatzinformationen ergänzt werden wie Barrierefreiheit, Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln sowie geschulte Ansprechpartnerinnen und -partner. „Die Umfrage richtet sich an alle Verantwortlichen in Vereinen, Initiativen, Selbsthilfegruppen, Sozialverbänden, Kirchen sowie Kultur- und Bildungseinrichtungen“, erläutert Studentin Jasmin Sunitsch.

Sozialdezernent Dr. Christoph Müllmann freut sich über eine weitere Kooperation mit der Hochschule Rhein-Waal. „Wir haben bereits zu Fragestellungen im Jugend- und im Sozialamt sehr erfolgreich mit den Studierenden vor Ort zusammengearbeitet“, betont Müllmann. Den zu erwartenden Ergebnissen der neuen Umfrage sieht er daher mit Spannung entgegen: „Damit wir eine Datenbank oder eine Broschüre auflegen können, müssen wir die bestehenden Angebote aufspüren, aufschreiben und registrieren. Ich kann deshalb nur an die Vereine und Institutionen appellieren: Unterstützen Sie unsere Umfrage!“ Der von den Studierenden vorbereitete Fragbogen wird in den nächsten Tagen verschickt. Das Team um Leiter Junge und die Verwaltung hoffen auf einen hohen Rücklauf. „Jede Aktivität in der Freizeit schafft Kontakte und bringt Spaß. Andere Menschen zu treffen, sollten wir allen ermöglichen, ganz gleich, ob jemand ein Handicap hat oder nicht“, fasste Behindertenbeauftragter Krebs abschließend die Motivation aller Projektbeteiligten zusammen.

Fragen zur Umfrage und zum Fragebogen können per E-Mail gerichtet werden an: info@willkommen-mensch.de.

Quelle: Stadt Kamp-Lintfort

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