Energiewechsel

Kerpen: Bunt, sicher und kinderfreundlich

Pressemeldung vom 6. Juli 2011, 15:51 Uhr

Sindorfer Schulkinder planen und gestalten Zebrastreifen und Minikreisel

Was lange währt wird endlich gut! Über ein Jahr liefen die Vorarbeiten, nun ist er endlich fertig gestellt worden: Der erste von Grundschülern geplante „Kinderzebrastreifen“ im Rhein-Erft-Kreis, errichtet in der Nähe der Sindorfer Ulrichschule. Farbenfroh und kinderfreundlich gestaltet, soll er in Zukunft vor allem den Schulweg der zahlreichen Kinder aus dem Vogelrutherfeld hin zur größten Kerpener Grundschule sicherer machen. Grundlage der Zusammenarbeit mit den Grundschülern war dabei die Erkenntnis der Verkehrsplaner, dass Kinder Übergänge und Fußgängerführungen am ehesten akzeptieren und nutzen, wenn sie selber an den Planungen beteiligt waren.

Als gemeinsames Projekt der Kinderunfallkommission Kerpen, des ADAC, der Polizei und der Ulrichschule beschäftigten sich im vergangenen Sommer Sindorfer Drittklässler mit der Planung eines Minikreisels und drei umgebender Zebrastreifen.

Eine Befragung der Eltern im Vorfeld hatte nämlich ergeben, dass vor allem der der Einmündungsbereich der Fuchsiusstraße in die Breite Straße als Gefahrenpunkt für die jüngsten Verkehrsteilnehmer angesehen wurde.

In drei Workshops setzten sich die Kinder intensiv mit der Problematik auseinander. Begehungen vor Ort, an denen auch Vertreter des Behindertenbeirates und des Netzwerk 55+ teilnahmen, machten die Kinder mit den Örtlichkeiten vertraut. Am Ende stand ein dreidimensionales Modell einer kindgerechten Verkehrslösung, die auch genauso in die fachliche Planung gegeben wurde.

Die Kinder planten aber nicht nur, sie waren auch bei allen wichtigen Bauphasen vor Ort: Beim Asphaltieren und beim Aufstellen der Schilder beaufsichtigten die Kinder „ihre“ Baustelle. Krönender Abschluss war die eigenhändige Bemalung des Kreisels und der Umgebung.

Bürgermeisterin Marlies Sieburg ist stolz auf das, was geschafft wurde: „Die Kinder haben mit unglaublichem Engagement an einem Projekt gearbeitet, das auch für die Kinderunfallkommission in seiner Größenordnung außerordentlich ist. Ich möchte mich bei ihnen und dem Lehrkörper ganz herzlich bedanken.“ Sieburg ergänzt, dass ohne die tatkräftige Unterstützung des ADAC, der das Projekt mit Know How und finanziellen Mitteln unterstützt habe, dies alles nicht zum Wohle der Kinder hätte ausgeführt werden können.

„Auch der Firma Hundertmark aus Gelsenkirchen möchte ich meinen Dank aussprechen,“ so Sieburg weiter, „Sie hat beim Abschluss der Sindorfer Schilderschau im Jahr 2009 die 300 alten Verkehrsschilder übernommen und im Gegenzug neue Straßenschilder und Farbe für den neuen Kinderzebrastreifen gespendet.“

„Verkehrsräume kinderfreundlich zu gestalten heißt, dafür Sorge zu tragen, dass sich Kinder sicher und selbstständig im Verkehr bewegen können. Dazu ist es unerlässlich, die Kinder aktiv in die Gestaltung einer kinderfreundlichen Verkehrswelt einzubeziehen“, ergänzt Hartmut Minjoth vom ADAC- Nordrhein. Vorrangiges Ziel der Aktion sei die Verbesserung der Mobilitätssituation schwächerer Verkehrsteilnehmer einhergehend mit einer Reduzierung der Unfallzahlen. Vor allem soll eine Sensibilisierung des Kfz-Verkehrs für die Bedürfnisse querender Kinder sowie älterer oder behinderter Menschen erzeugt werden, so der ADAC Fachmann.

Quelle: Stadt Kerpen

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