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Kerpen: Neue Wege im Bereich des Kinderschutzes in der Stadt Kerpen

Pressemeldung vom 15. Juli 2011, 10:25 Uhr

Bürgermeisterin überreicht Zertifikate an ausgebildete Kinderschutzfachkräfte

Kindeswohlgefährdung und Kindesschutz sind die zentralen Themen in der heutigen Zeit. Immer wieder erscheinen in den Medien schockierende Berichte über vernachlässigte Kinder, bei denen es leider auch vereinzelt zu Todesfällen gekommen ist.

Die Intervention bei Kindeswohlgefährdung gehört zu den verantwortungsvollsten Aufgaben für Fachkräfte in sozialpädagogischen und jugendhilfespezifischen Berufen.

Hierzu gehören immer stärker auch die Fachkräfte der Ganztagsgrundschulen, seien es Lehrerinnen und Lehrer oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ganztags. Wollen diese in komplexen und dynamischen Extremsituationen handlungsfähig bleiben, brauchen sie wirkungsvolle, an professionellen Qualitätskriterien orientierte Leitlinien für den Umgang mit Krisen und Belastungssituationen bei Kindeswohlgefährdung.

Ein aus Vertreterinnen und Vertretern des Jugendamtes und der Ganztagsgrundschulen zusammengesetzter Arbeitskreis zum Thema „Kooperation von Jugendhilfe und Schule“ war dieser Frage auf den Grund gegangen und hatte schnell herausgefunden, dass es hierzu notwendiger Fortbildungsangebote bedarf.

Entstanden ist daraus ein spezieller Zertifikatkurs für alle Kerpener Ganztagsgrundschulen, in dem eine Tandemqualifizierung (Lehrerinnen und Mitarbeiterinnen des Ganztags) zu zertifizierten Kinderschutzfachkräften ausgebildet werden.

Hierfür konnte das Marie-Juchacz-Bildungswerk der AWO Regionalverband Rhein-Erft & Euskirchen e.V. und der Progressive Eltern- und Erzieherverband NRW e.V. gewonnen werden, die diesen Zertifikatkurs in drei Blöcken incl. eines Abschlusskolloquiums bis Ende Mai 2011 durchführten.

Diese im Rhein-Erft-Kreis erstmalig angebotene Fortbildungsreihe startete im November 2010 in den Räumen der Ganztagsgrundschule in Brüggen. Der Vorteil dieses Inhouse-Seminars liegt insbesondere darin, dass durch die Verknüpfung zwischen Schule und Jugendhilfe konkret auf die Bedürfnisse der Akteure vor Ort (Ganztagsgrundschulen und Jugendamt) eingegangen wird und so ein konkreter und für alle bindender Handlungsleitfaden gemeinsam erarbeitet und verabschiedet wird.

Heute nun konnte Frau Sieburg den insgesamt 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmern das Zertifikat zur Kinderschutzfachkraft überreichen. Sie bedankte sich bei allen Beteiligten für deren Engagement und zeigte sich erfreut, dass es gelungen sei, die verschiedenen Akteure für so eine wichtige Aufgabe zusammenzuführen.
Sie sieht in dem Zusammenspiel von Jugendamt, Schule und Ganztag einen entscheidenden Schritt zu einem gesamtstädtischen Kinderschutzkonzept.

Quelle: Stadt Kerpen

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