Energiewechsel

Kommern: Als die Mähmaschine die Sense ablöste…

Pressemeldung vom 12. Juli 2011, 15:31 Uhr

„Nach der Ernte“ im LVR-Freilichtmuseum Kommern erinnert an die Entwicklung der Landtechnik im Rheinland – über hundert Arbeitstiere und Maschinen – Kleine und große Besucher können mitmachen

Mechernich-Kommern. Am Wochenende 17. und 18. September wird das

LVR-Freilichtmuseum Kommern auf seiner Traditionsveranstaltung „Nach der Ernte“ wieder die Entwicklung der Landtechnik in den Mittelpunkt des Geschehens rücken.

Wie schweißtreibend einst das Dreschen mit dem Flegel und die anschließende Reinigung der Körner waren, können all die kleinen und großen Besucher erleben, die den Museumsbauern dabei helfen werden. Sie werden aber auch erfahren, welche Erleichterung die Dreschmaschine brachte, mit denen Lohndreschunternehmen nach der Ernte von Hof zu Hof fuhren. Ein historischer Dreschkasten mit Strohpresse, über Riemen vom Dampfross angetrieben, wird an dem Wochenende pausenlos im Einsatz sein.

Kaltblutrösser und Zugochsen werden die hoch beladenen Erntewagen zu den verschiedenen Dreschplätzen im Museum fahren, weitere Pferde- und Rindergespanne werden Acker- und Erntegeräte ziehen. Rund 100 Kaltblüter, Ochsen, Schlagkarren und Leiterwagen aus ganz Deutschland, aus Belgien und Luxemburg werden zur Veranstaltung erwartet. Eine ganze Reihe der schweren Kaltblüter werden im Museumswald Bäume rücken.

Auch historische Traktoren werden im Einsatz sein. Sie reisen mit Pflügen und Rechen, Mähmaschinen, Heuwendern und Kartoffelrodern an.

„Pferdezähne und Frauenhände dürfen nicht still stehen“, forderte einst ein Sprichwort in den kargen Regionen des Rheinlands. Die Belastungen der Bäuerinnen, die neben ihrer Sorge um Kinder und Haushalt ganz in die landwirtschaftliche Arbeit eingebunden waren, werden ebenfalls Thema der Veranstaltung des LVR-Freilichtmuseums Kommern sein. So werden die Museumsbäuerinnen mit Sauerkraut-Ansetzen, Obstdörren und anderen Arbeiten der Vorratshaltung und Hofversorgung an die „Hausaufgaben“ der Frauen von damals erinnern.

Dass auch das dörfliche Handwerk nach der Ernte reichlich zu tun hatte, wird ebenfalls zu erleben sein: So wird der Stellmacher Arbeitsgerät und Wagen reparieren, der Schmied Arbeitspferde neu beschlagen und die Mausefallenmacherin Drahtfallen herstellen, damit das Erntegut später vor den kleinen Nagern geschützt bleibt.

Auf dem großen Bauernmarkt, der die Veranstaltung begleitet, gibt es natürlich auch Backwaren aus den Museumsbacköfen und andere Produkte aus dem Museum.

„Nach der Ernte“ ist eine Veranstaltung des LVR-Freilichtmuseums Kommern in Zusammenarbeit mit dem WaldPädagogikZentrum Eifel des Landesbetriebs Wald und Holz NRW.

Nach der Ernte
17. und 18. September 2011
samstags 11-18 Uhr
sonntags 10-18 Uhr
LVR-Freilichtmuseum Kommern
Eickser Straße
53894 Mechernich-Kommern
Eintritt: Erwachsene 5,50 Euro, Kinder und Jugendliche unter 18 J. frei
Parkgebühr: 2,50 Euro
Programm unter www.kommern.lvr.de.

Quelle: ProfiPress – Agentur für Kommunikation

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