Energiewechsel

Krefeld: Modellprojekt „Schwimmende Kita“ ist erfolgreich gestartet

Pressemeldung vom 21. Januar 2013, 13:04 Uhr

Stadt sucht Spender für dauerhafte Einführung der Maßnahme

Dem städtischen Fachbereich Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung ist es in Kooperation mit dem Fachbereich Sport und Bäder und der Sportjugend Krefeld im Stadtsportbund (SSB) erstmalig gelungen, das Projekt „Kita-Schwimmen“ für die Vorschulkinder in sieben städtischen Kindertageseinrichtungen (Kitas) anzubieten. Innerhalb von 24 Unterrichtseinheiten erhalten die Fünf- bis Sechsjährigen in einer Gruppe von maximal 14 Kindern, begleitet von mindestens zwei Erzieherinnen der jeweiligen Einrichtung, einmal wöchentlich einen angeleiteten Schwimmunterricht. Ziel ist es, sie an das Wasser zu gewöhnen und ihnen die Grundzüge von Rücken- und Brustschwimmen beizubringen. Je nach Fähigkeiten können sie das Schwimmabzeichen „Seepferdchen“ ablegen.

Der Schwimmunterricht in der Kita kostet für jedes Kind für 24 Unterrichtsstunden 60 Euro. Darin enthalten sind die Kosten für den Kursleiter und die Bädernutzung. Die hat das Jugendamt bisher selbst aufgebracht, für zwei Kitas hat die Bezirksvertretung Mitte die Kosten übernommen. Ende März endet die Modellphase. Um die Schwimmkurse dauerhaft in den städtischen Kitas einführen zu können, sucht die Stadt noch Sponsoren oder private Spender. Als Ansprechpartner ist Dieter Porten vom Fachbereich Sport und Bäder unter Telefon 02151 863412 zu erreichen.

Teilnehmen am Modellprojekt dürfen auch die Vorschulkinder der Kita Felbelstraße. Keines der Kinder konnte zu Beginn schwimmen, einige von ihnen waren noch nie zuvor im Wasser und mussten erst an das neue Element gewöhnt werden. Nach der „Halbzeit“ zieht Sabine Schuffels, Leiterin der Kita, eine erste Bilanz und sieht die positiven Begleiterscheinungen ihres Lieblings- Vorschulprojekts: „Die Kinder haben im Wasser eine ganz andere Körperwahrnehmung und einige haben sogar schon ihr Seepferdchen abgelegt“,

sagt sie. Der Unterricht im Wasser sowie die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, die Organisation des Aus- und Ankleidens fördere zudem sehr die Selbständigkeit und das rücksichtsvolle Miteinander der Kinder untereinander, so Schuffels.

Die Stadt möchte mit der frühen Schwimmförderung den Schwimmunterricht der Grundschulen perspektivisch unterstützen und gleichzeitig für mehr Sicherheit im und am Wasser sorgen. „Das Alter von fünf bis sechs Jahren ist der beste Zeitpunkt, um Schwimmen zu lernen“, weiß Dieter Porten, der selbst schon vielen Kindern das Schwimmen beigebracht hat. „Leider können immer mehr Kinder nicht schwimmen und wir sehen gerade hier auch die Notwendigkeit, einige Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder zu unterstützen“, sagt Gerhard Ackermann, Leiter des Fachbereichs Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung.

Quelle: Stadt Krefeld

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