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Krefeld: Oberbürgermeister begrüßt 300 Gäste beim Neujahrsempfang der Stadt

Pressemeldung vom 11. Januar 2013, 12:30 Uhr

Kathstede – Leistungen religiösen Engagements in Krefeld deutlich wahrnehmbar

Zum Neujahrsempfang der Stadt Krefeld begrüßte Oberbürgermeister Gregor Kathstede rund 300 Vertreter aus dem Bereich der Kirchen und Glaubensgemeinschaften im Stadtwaldhaus. Es ist eine gute Tradition, dass Rat und Verwaltung der Stadt Krefeld sich zu Beginn eines neuen Jahres bei Bürgern, Vereinen, Verbänden und Institutionen bedanken, die sich in besonderer Weise für das Wohl der Stadt eingesetzt haben, die das gesellschaftliche Leben mit prägen und für Zusammenhalt sorgen. „Sie, liebe Vertreterinnen und Vertreter der Krefelder Kirchengemeinden, Religions- und Glaubensgemeinschaften, erfüllen diese Voraussetzungen in besonderer Weise“, so Oberbürgermeister Kathstede.

Nach einem stimmungsvollen Auftakt der Gruppe „Rock am Ring“ der Krefelder Lebenshilfe, in der behinderte und nicht-behinderte Menschen gemeinsam musizieren, betonte der Oberbürgermeister die Wichtigkeit eines toleranten und friedvollen Miteinanders. Kathstede: „Krefeld steht für die Sorge um den Mitmenschen und für Toleranz. Das bedeutet ein Seite-an-Seite von Behinderten und Nichtbehinderten, von Jung und Alt, von Alteingesessenen und Zugezogenen, egal welcher Herkunft, Religion oder Kultur.“ Lebensbedingungen seien vor allem Erwerbsbedingungen. Und diese seien zum Beispiel durch den Ausbau der schulischen Ganztagsbetreuung auf einem hohen Niveau. Mindestens ebenso wichtig sei aber, dass man durch ein früh beginnendes Betreuungsangebot Kinder an den Wertekontext von Toleranz und Integration, gegenseitige Achtung und Gemeinsinn heranführe.

Kathstede betonte, dass eine vernünftige Stadtentwicklung für das Lebensgefühl der Menschen eine große Rolle spiele. Die Stadt Krefeld habe sich erfolgreich gegen den vorübergehenden Trend gestemmt, die Innenstadt auf ein großes Einkaufszentrum zu reduzieren und erliege ganz bewusst nicht der Arroganz, sich

als Stadt der Besserverdienenden oder Bessergestellten darstellen zu wollen. Krefeld sei keine auf Hochglanz getrimmte Reißbrettstadt, sondern eine Stadt emotional verhafteter Bürgerinnen und Bürger. „Krefeld erlebt zurzeit eine besondere Dynamik und das nicht allein in der Innenstadt. Dass sich Investoren für Krefeld interessieren, sollte uns ermutigen“, erklärte der Oberbürgermeister.

Die Leistungen religiösen Engagements seien in Krefeld deutlich wahrnehmbar. Kathstede: „Von Kindergärten über Seelsorgeeinrichtungen, Beratungsstellen und Möbellager bis hin zur Versorgung pflegebedürftiger Menschen durchdringen die Angebote unserer Kirchen und Glaubensgemeinschaften jede Faser des sozialen Lebens. Und sie werden dabei zu tragenden Elementen, zu einem Netz, das Menschen in unterschiedlichsten Problemlagen sicher auffängt.“ Nicht ohne Grund ziehe sich durch die Sozialstaatstradition der Grundgedanke der Subsidiarität. Dieser Gedanke sehe zunächst in jedem Einzelnen die Möglichkeiten, für sich und seine Umgebung in eigener Verantwortung zu sorgen. Der Gedanke setze sich fort in dem Wissen, dass Nachbarschaften, Vereine, Freundeskreise bis hin zu sozialen Initiativen, Organisationen und Verbänden dann aushelfen, wenn die Kraft des Einzelnen und seiner Familie nicht reiche. „Es geht nicht darum, dass der Staat und die Stadt dieses Engagement nicht bezahlen könnten, nein, es geht darum, dass auch der beste Sozialstaat diese persönliche Hilfe auf höchstem Qualitätsniveau nicht bieten kann. Für diese Netzwerkfunktion im eigentlichen Wortsinn sage ich Ihnen ausdrücklich und von Herzen Dankeschön“, so Kathstede.

Man müsse sich in Krefeld nicht in einer Notlage befinden, um Religion und Kirche zu spüren. Kirche gestalte auch den ganz normalen Alltag. Kirchenchöre, Bastelgruppen, Ausflüge, Gemeindearbeit, Sport oder Ferienfreizeiten seien für viele Krefelder eine Quelle der Lebensfreude und unverzichtbarer Teil des Lebens. Kathstede: „Deshalb ist Krefeld besonders stolz auf seine Geschichte der Toleranz und des friedlichen Neben- und Miteinanders der vielen unterschiedlichen Religionsgemeinschaften.“ Das Verständnis untereinander sei allerdings kein Selbstläufer. „Sozialer Friede ist ein geflügeltes Wort, das wir alle gerne in den

Mund nehmen. Um aber festzustellen, wie zerbrechlich, flüchtig und gefährdet dieser Friede ist, müssen wir nicht in die Krisenregionen dieser Welt schauen. Es bedarf unseres täglichen Bemühens, damit er auch in unserer Stadt, in unserem Wohnviertel, in unserem Quartier, in unserer Nachbarschaft erhalten bleibt.“

Krefeld habe viele gute Gründe, voller Optimismus in das neue Jahr zu starten. „Unsere Stadt ist es wert, dass wir alles für sie geben. Jeder nach seinen Möglichkeiten. Suchet der Stadt Bestes wird uns im christlichen Kontext zugerufen und ich darf diese Bitte heute an Sie alle weitergeben. Halten Sie zu Ihrer Stadt. Seien Sie Lobbyisten für Krefeld. Seien Sie Motor und Botschafter für diese Stadt“, bat der Oberbürgermeister abschließend und ergänzte: „Ich wünsche uns allen ein gutes Jahr. Ich vertraue auf die Lebensfreude der Krefelder, ihre Leistungsbereitschaft und ihre Integrationskraft. In diesem Sinne: Auf ein gutes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2013! Auf Krefeld!“

Quelle: Stadt Krefeld

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