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Lemgo: Èmile Gallé – Japanoismus und Jugendstil-

Pressemeldung vom 15. März 2017, 17:07 Uhr

Sehenswerte Ausstellung bisher unveröffentlichter Exponate im Stadtarchiv

Am vergangenen Mittwoch wurde im Lemgoer Stadtarchiv die Ausstellung „Èmile Gallé – Japanoismus und Jugendstil“ von Vertretern der Städtepartnerschaftsgesellschaften aus Lemgo und Vandoeuvre sowie Ausstellungsgeber Bernard Ponton eröffnet.

In der Begrüßung ging Torsten Buncher, Vorsitzender der Lemgoer Partnerschaftsgesellschaft auf die historische Einordnung der Werke Gallés ein. 1854 öffnet sich Japan der Welt, dies führte zu deutlichen Auswirkungen der japanischen Kunst auf die westliche Welt und insbesondere das Kunstgewerbe. Diese Bewegung wird Japonismus genannt. Der Keramiker, Glasmacheer und Kunsttischler Gallé (1846 – 1904) eine der bedeutendsten Personen des Jugendstils konnte dieser Begeisterung nicht entgehen. Sehr früh übernimmt er in seinen Werken Muster aus japanischen Drucken.

Bernard Ponton, Leiter der Kommunikationsabteilung der Partnerstadt Vandoeuvre berichtete, wie es zu dieser besonderen Ausstellung eigentlich kam: „Wenn man sich als Freunde über verschiedene Themen unterhält kommt eine Sache zur Anderen. So war das, als wir das letzte Mal in Lemgo zu Besuch waren“. Man besuchte eine Ausstellung über Engelbert Kaempfer, leidenschaftlicher Reisender und Bewunderer Japans. Da war der gedankliche Weg zu einem anderen Bewunderer Japans nicht weit – Émile Gallé aus Lothringen. Er erläuterte, dass die jetzt im Lemgoer Stadtarchiv vorgestellten Exponate zum ersten Mal vorgestellt werden und aus den Werkstätten von Gallé in Nancy stammen.

In Übereinstimmung mit Charly Culli, Vorsitzender der Partnerschaftsgesellschaft Vandoeuvre machte Ponton deutlich, dass das Thema Kultur in der Partnerschaft zwischen Vandoeuvre und Lemgo auch deshalb ein wichtiges Kommunikationsmittel sei, weil es das Leben reicher macht und man sich dadurch dem Anderen öffne.

Ponton hob hervor, dass in der heutigen Zeit, in der unsere Welt teilweise wirr sei, könne das Beispiel von Europa, das sich einer anderen Zivilisation, hier Japan, geöffnet habe, heute eine Inspirationsquelle sein. „Impressionismus, Jugendstil und unsere Philosophie wurden durch diese Begegnung stark verändert,“ so der Kommunikationschef der Stadt Vandoeuvre.

Im Rahmen der Vernissage entwickelten sich angeregte Gespräch mit den zahlreich erschienen Besuchern. Die Ausstellung ist im Lemgo Stadtarchiv bis zum 28. April 2017 zu sehen.

Quelle: Alte Hansestadt Lemgo

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