Energiewechsel

Lemgo: Stärkung des Wohnens im historischen Stadtkern – Eigentümer gesucht

Pressemeldung vom 22. Januar 2013, 14:29 Uhr

Das Wohnen in der historischen Innenstadt – innerhalb der Wallanlagen – war über Jahrzehnte Garant für eine lebendige Innenstadt in Lemgo. Mit den Sanierungen der historischen Bausubstanz in den 1980 er und 90 er Jahren in Verbindung mit umfangreichen Maßnahmen zur Aufwertung des Wohnumfeldes konnten in Lemgo landesweit beachtete beispielhafte Ergebnisse erreicht werden.

Die demographischen Veränderungen in der Bevölkerung mit der zunehmenden Zahl älterer Menschen stellt heute veränderte Anforderungen an Wohngebäude, die insbesondere im Bezug auf die Barrierefreiheit innerhalb der historischen Bausubstanz in der Regel nicht gegeben sind. Darüber hinaus verlieren die historischen Gebäude aufgrund der steigenden Energiekosten und erhöhten Anforderungen an die Wärmedämmung auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zunehmend an Attraktivität.

Vor diesem Hintergrund hat es sich die Stadt Lemgo zur Aufgabe gemacht, im Rahmen eines Gutachterverfahrens beispielhafte Lösungen für einen modernen Wohnungsbau in historischen Gebäuden innerhalb der Wallanlagen zu entwickeln. Der Schwerpunkt des Projektes liegt dabei auf der Reaktivierung von zukunftsfähigem Wohnraum in gemischt genutzten historischen / denkmalgeschützten Gebäuden. Im Fokus stehen dabei Fragen der Barrierefreiheit, einer zeitgemäßen räumlichen / technischen Ausstattung der Wohnungen sowie des Angebots an wohnungsnahen Freiflächen (Balkone, Loggien o.ä.) sowie der Umgestaltung von Ladenlokalen zu Wohnzwecken.

Eigentümer von Wohn- oder Geschäftsimmobilien im historischen Stadtkern Lemgos, die beabsichtigen Ihre Immobilien im Jahre 2013 zu sanieren und entsprechend der o.g. Zielsetzungen umzugestalten, sind aufgerufen sich gemeinsam mit ihrem Architekten für die Teilnahme an dem Gutachterverfahren zu bewerben. Seitens der Architekten ist im Rahmen der Bewerbung die besondere fachliche Eignung für die beschriebene Aufgabenstellung durch Referenzobjekte im historischen und denkmalgeschützten Kontext nachzuweisen.

Es ist beabsichtigt bis zu sechs Gebäude in das Gutachterverfahren aufzunehmen. Neben einer Aufwandsentschädigung von 5.000 € für die Architektenleistung erhalten die Teilnehmer nach Bedarf weitere Zuschüsse (bis zu 5.000 €) für ggf. erforderliche ergänzende Bauaufnahmen.

Eine Bewertungskommission aus lokalen und regionalen Experten begleitet das Verfahren, unterstützt die Teilnehmer und bewertet abschließend die Entwürfe. Das Verfahren wird durch das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Im Anschluss an das Verfahren werden bis zu drei „best practice“ Entwürfe juriert, für die weitere Fördermittel zur Umsetzung der Entwürfe zur Verfügung stehen.

Die Stadt Lemgo verfolgt das Ziel unterschiedliche Bauaufgaben im historischen Stadtkern in das Verfahren aufzunehmen, sofern die Zahl der Bewerbungen die mögliche Teilnehmerzahl übersteigt, wird eine Auswahlkommission die Teilnehmer bestimmen.

Quelle: Alte Hansestadt Lemgo

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