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Lohmar: Bürger-Informationsveranstaltung am 15.07. in Birk

Pressemeldung vom 7. Juli 2015, 08:18 Uhr

Stadt plant den Erwerb einer weiteren Immobilie zur Unterbringung von Flüchtlingen

Die Stadtverwaltung wird in Kürze eine Immobilie in Birk erwerben, um Flüchtlingen eine Unterkunft bieten zu können und nimmt dies zum Anlass, die Bürgerinnen und Bürger in Birk zu einer Bürger-Informationsveranstaltung für Mittwoch, 15.07.2015, 18:00 Uhr, in das Bürgerzentrum Birk einzuladen.

Die der Stadt Lohmar von der Bezirksregierung Arnsberg zugewiesenen Flüchtlinge werden seit rund 20 Jahren zentral am Standort Dammweg Nr. 14 bis 32 untergebracht. Es handelt sich um Einzelpersonen sowie um Familien und alleinstehende Frauen mit Kindern. In den zurück liegenden Jahren und insbesondere in den Jahren 2013, 2014 und im ersten Halbjahr 2015 ist die Anzahl der Zuweisungen stetig angestiegen. In 2010 lag die jährliche Zuweisung bei 17 Personen, in 2011 bei 19, in 2012 bei 31 und in 2013 bei 36 Personen. Im Jahr 2014 wurden 86 Personen der Stadt Lohmar zugewiesen. Bis Juni 2015 betrug die Anzahl der Neuzuweisungen bereits 90 Asylbewerber, und bis zum Jahresende rechnet die Stadt mit bis zu 150 Neuzuweisungen.

Wie viele andere Kommunen verzeichnet auch die Stadt Lohmar einen erheblichen Mangel an Wohnraum für die Unterbringung von Flüchtlingen. Um einer „Ghettoisierung“ im Dammweg oder an anderer zentraler Stelle vorzubeugen, strebt die Stadt nach wie vor bei der Suche geeigneter Objekte dezentrale Standorte an. Auch soll hierdurch die Belastung nur einer Schule bzw. eines Kindergartens reduziert werden. Aus Rentabilitätsgründen wird der Immobilienankauf priorisiert, es wurden und werden aber auch Mietwohnungen gesucht.

Im Rahmen der Recherche der Verwaltung boten und bieten sich – leider aktuell immer noch zu wenige – Kauf-Immobilien an. Etliche besichtigte Immobilien scheiden aufgrund zu hoher Umbaukosten aus oder eignen sich aufgrund ihres Zuschnittes, fehlender, zu weit entfernt liegender Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Einzelhandel und Ärzte oder aufgrund des Wohnumfeldes nicht für Flüchtlinge.

Die Stadt hat trotz aller bisherigen Immobilienkäufe und weiterer intensiver Bemühungen einen aktuellen Wohnraummangel.

Das Haus in Neuhonrath ist komplett bezogen, die Wohnplatzkapazitäten der Übergangswohnhäuser Dammweg sind nahezu erschöpft, ebenso die der ehemaligen Schule Ellhausen. In Scheiderhöhe erfolgte aufgrund dessen bereits ein teilweise vorzeitiger Bezug, obwohl die Umbauarbeiten noch nicht abgeschlossen sind. Die Umbauarbeiten in Heppenberg und die Bezugsfertigkeit werden erst Ende des Jahres realisiert sein. Insofern besteht sowohl dringender, aktueller wie auch in den Folgejahren weiterer Handlungsbedarf zur Schaffung zusätzlichen Wohnraumes.

Für die genannten Immobilien haben fünf gut besuchte Bürger-Informationsveranstaltungen in den Orten, in denen in den zurück liegenden Monaten Immobilien erworben bzw. belegt wurden (Neuhonrath, Heide, Scheiderhöhe, Ellhausen und Heppenberg), stattgefunden. Die Stadt hält diese Informationsveranstaltungen für wichtig und wird diese fortsetzen, um Akzeptanz und Integration, aber auch ehrenamtliches Engagement bei den Nachbarn und Einwohnern einzuwerben. Die Teilnehmer wurden über die Flüchtlingssituation in Lohmar und die weiteren Planungen der Verwaltung informiert, und das Feedback bei den gut besuchten Veranstaltungen war durchweg positiv.

Quelle: Stadt Lohmar

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