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Lohmar: Ehrenamt des Monats März – Joachim Berger

Pressemeldung vom 27. Februar 2015, 10:28 Uhr

In März ehrt die Stadt Lohmar Joachim Berger und zeichnet ihn für seine Leistungen und Verdienste im Archiv der Stadtverwaltung Lohmar zum „Ehrenamt des Monats“ aus.

Oftmals sind es die stillen und ruhigen Weggefährten, die immer für ihre Mitmenschen da sind, ohne selbst im Fokus zu stehen. Joachim Berger gehört zu diesen Persönlichkeiten. Er war in den letzten sieben Jahren fast jede Woche im Archiv der Stadtverwaltung ehrenamtlich aktiv und hilft Stadtarchivarin Waltraud Rexhaus, die das Schriftgut bewertet, sichert und erschließt, das zur langfristigen Aufbewahrung abgegeben wird. Es findet eine Beschreibung und Klassifizierung des Archivgutes, das sind z. B. Dokumente, Pläne, Fotoaufnahmen und Filme, statt, welche heute überwiegend mit entsprechenden EDV-Programmen erfolgt. Während der Digitalisierung entstehen Findhilfsmittel (meist Findbücher, Kataloge oder Datenbanken), die eine gezielte Recherche nach bestimmten Informationen und Themen vereinfachen.

Die regelmäßige Einscannung der über hundert Jahre alten Sterbe- und Geburtsurkunden, die Entfernung alter Metallverschlüsse und die Umbettung wertvollen Archivgutes in liegende Akten gehören zum Aufgabenbereich von Joachim Berger. Jedes einzelne Blatt wird durch seine Hilfe in einem speziellen Archivscanner erfasst. Diese Urkunden sind bis in das Jahr 1810 zurückzuverfolgen. Die Umbettung des Schriftgutes in liegende Akten ist wichtig, damit es für die nächsten Generationen noch lange und unversehrt erhalten bleibt.

Durch seine unermüdliche Arbeit im Bereich der Aktenaussortierung und Einscannung ist es Joachim Berger zu verdanken, dass die Suche nach einem Stammbaum durch die computertechnisch festgehaltenen Datenblätter vereinfacht wird. Je mehr Daten aufgearbeitet werden und eingetragen sind, desto erfolgreicher kann eine Recherche abgeschlossen werden. Und es ist auch noch lange kein Ende in Sicht, denn in den Kellerräumen des Archivs liegen noch unzählig viele Dokumente, die bearbeitet werden müssen.

Über das Lob der Kolleginnen und Kollegen aus der Verwaltung, die ihn als rücksichtsvolle und ruhige Person kennen und schätzen gelernt haben, freut sich der Rentner. Mit diesem Ehrenamt steht er noch mitten im Leben und dieses Gefühl ist für ihn von großer Bedeutung.

Der gebürtige Siegburger half einige Jahre im Siegburger Krankenhaus als Mitarbeiter bei der Archivierung der medizinischen Akten aus. Er selbst hat nie den Beruf des Archivars erlernt, sondern begann als junger Mann eine Lehre als Großhandelskaufmann. Doch wie das Leben so spielt, führten ihn seine beruflichen Wege letztendlich immer als helfende Hand in ein Archiv, denn auch in der Lohmarer Verwaltung begann sein ehrenamtlicher Einsatz zuerst mit der Annahme eines 1-EUR-Jobs.

Quelle: Stadt Lohmar

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