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Lüdinghausen: Zusammengehen bietet Chancen

Pressemeldung vom 10. Januar 2013, 13:06 Uhr

Provinzial Landschaftsverband und Sparkassenverband unterstützten Fusionsprozess

Wie geht es weiter mit der Provinzial-Versicherung? Hierüber informierte jetzt der Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Dr. Wolfgang Kirsch die Städte und Gemeinden im Kreis Coesfeld. Diese hatten im Dezember 2012 sowohl gegenüber dem LWL als auch dem Sparkassenverband Westfalen-Lippe deutlich gemacht, dass sie einen möglichen Verkauf der Provinzial an den Allianz-Konzern mit größter Sorge betrachten. Dabei hatten sie insbesondere auf die vielen Arbeits- und Ausbildungsplätze sowie die Förderung von Kultur, Sport, Feuerwehren und sozialen Einrichtungen durch das in der Region verwurzelte Versicherungsunternehmen hingewiesen.

Kirsch stellte klar, dass der LWL-Landschaftsausschuss inzwischen einen Verkauf der Provinzial NordWest an einen privaten Interessenten abgelehnt habe. Jetzt unterstütze man Fusionsgespräche zwischen der Provinzial NordWest und der Provinzial Rheinland. „Ich begrüße ausdrücklich die Initiative von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, über eine Fusion zu verhandeln“, stellte Kirsch klar.
Er machte deutlich, dass der LWL als einer der beiden großen Eigentümer der Provinzial NordWest-Gruppe eine besondere Verantwortung für die Sicherung des Unternehmens habe. Er verweist dabei auf eine Entwicklung, die dadurch gekennzeichnet sei, dass die Versicherungsmärkte gesättigt, die komplexen rechtlichen Rahmenbedingungen immer größere Unternehmen erfordern und in Folge der anhaltenden Niedrigzinsphase eine sichere Kapitalanlage immer schwerer wird.
„Das Zusammengehen der beiden öffentlichen Versicherungen böte die Chance, beiden Partnern unter Ausschöpfung wirtschaftlicher Vorteile ihre Verankerung in den Regionen zu sichern“, hofft Kirsch jetzt überzeugende Grundlagen für einen Zusammenschluss der beiden Provinzial-Versicherungsgruppen zu entwickeln. „Ich werde mich dafür einsetzen, dass am Ende des Fusionsprozesses Westfalen-Lippe ein möglichst starker Standort eines zusammengeschlossenen Unternehmens bleibt, Arbeitsplätze langfristig wettbewerbsfähig gehalten werden und bestehende Werte und Erträge gesichert werden.“
Abschließend machte Kirsch deutlich, dass dies der LWL aber nicht allein könne. Jetzt seien alle gefragt, die sich bisher in der Debatte für einen Erhalt des Unternehmens in öffentlichen Strukturen und kommunaler Trägerschaft engagiert hätten.
Auch der Sparkassenverband Westfalen-Lippe hat sich in einem Antwortschreiben an die Kommunen im Kreis Coesfeld zu dem möglichen Zusammengehen der Provinzial NordWest und der Provinzial Rheinland geäußert. Verbandspräsident Dr. Rolf Gerlach betonte dabei, dass kein kurzfristiger Handlungsbedarf vor dem Hintergrund der aktuellen Lage des Provinzial-NordWest-Konzerns bestehe. „Vielmehr geht es darum, ebenso erkennbare wie unabweisbare Herausforderungen rechtzeitig anzugehen“, so Gerlach.

Quelle: Stadt Lüdinghausen / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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