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LVR-Freilichtmuseum Kommern: Der Bauherr war Protestant

Pressemeldung vom 27. August 2015, 08:13 Uhr

Haus aus dem westerwäldischen Bilkheim feiert im LVR-Freilichtmuseum Kommern 50. Wiedergeburtstag

Mechernich-Kommern/Bilkheim. Kein anderer der rund 70 historischen Bauten im LVR-Freilichtmuseum Kommern (Kreis Euskirchen) zeigt ein so prachtvolles Fachwerk wie jenes Haus aus Bilkheim nördlich von Limburg, das 1962 dort abgetragen und ins Museum überführt worden ist. 1965 konnte es in der Baugruppe Westerwald-Mittelrhein für die Museumsgäste geöffnet werden. Sein 50. Wiedergeburtstag wird am Freitag, 25. September, um 15 Uhr gefeiert.

„Im Anfang war das Wort. Und das Wort war bei Gott. Und Gott war das Wort. Dies Haus hat Theis Kloft erbaut…“: Die Inschrift über dem Hauseingang beginnt mit einem reformatorischen Spruch und endet mit dem Richtfestdatum 19. Juni 1687. Ungewöhnlich ist der Spruch in einer Zeit der Gegenreformation und in einem Ort, der immer katholisch war. Dies deutet auf einen selbstbewussten Bauherrn hin, der aus seiner religiösen Überzeugung keinen Hehl machte.

Das Haus gehört zu den seltenen Objekten im Freilichtmuseum, die die Museumsleute vor Abbruch fast unverändert vorgefunden haben. Bis in die 1950er Jahre hatte das Haus sogar noch ein Strohdach. 1958 wurde die Landwirtschaft aufgegeben und die dazugehörige Scheune abgerissen. Auffallend ist die große Wohnstube. Wie meist im Südosten des Westerwaldes war die Stube der Hauptaufenthaltsraum der Hausgemeinschaft.

Alle Einwohner von Bilkheim sind eingeladen, am 25. September mitzufeiern. Für sie ist der Eintritt bei Vorlage des Personalausweises frei! Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben grundsätzlich freien Eintritt in das LVR-Freilichtmuseum Kommern.

Quelle: LVR-Freilichtmuseum Kommern

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