Energiewechsel

Mechernich-Obergartzem: Baranzke holt Bronze bei der Weltmeisterschaft

Pressemeldung vom 26. Juli 2011, 08:59 Uhr

Aus ärztlicher Sicht gelang ihm schier Unmögliches: 48-Jähriger aus Obergartzem seit Jahren erfolgreich – Er hält immer noch 18 Kreisrekorde
Mechernich-Obergartzem – Neuer internationaler Erfolg für Martin Baranzke: Bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften im kalifornischen Sacramento (USA) holte sich der 48-Jährige aus Obergartzem als Startläufer der deutschen 4 x 100 Meter-Staffel die Bronzemedaille. Für ihn fast genauso wichtig: Im Dreisprung erreichte er gegen enorm starke Konkurrenz den Endkampf und wurde dort Achter.
Für den Diplom-Kaufmann und Sparkassenbetriebswirt, der bei der Kreissparkasse Euskirchen Abteilungsleiter des Immobilien-Centers ist, war es bereits die 6. Weltmeisterschaft in zehn Jahren, vor Sacramento war bereits in Finnland, Spanien, Puerto Rico und Italien gestartet. In Sacramento hatte er sich im 100 Meter-Einzelrennen für die Staffel qualifiziert. „Wir haben uns Bronze vor allem durch die fehlerfreien Wechsel geholt“, sagt er sichtlich stolz.
Nur die USA und Italien waren schneller als das deutsche Team, das mit einer Zeit von 47,2 Sekunden Puerto Rico, England und Frankreich im Finale hinter sich lassen konnte.
Die Erfolgsstory des Leichtathleten Martin Baranzke begann vor 37 Jahren. Zunächst versuchte er sich im Hochsprung, schaffte als Jugendlicher sogar 1,97 Meter. Als es an der Zwei-Meter-Hürde haperte, wechselte er frustriert zum Dreisprung. Das machte sich bezahlt: Vier Mal holte er sich die deutsche Meisterschaft, drei Mal wurde er „Vize“, sechs Mal Dritter.
Bei je sechs Europa- und Weltmeisterschaften kam er insgesamt sechs Mal ins Finale der besten Sechs. Er wurde im Dreisprung Internationaler Meister von Österreich, und 2008 gewann er überraschend auch im schwedischen Malmö die European Masters – ein hochrangig besetzter Wettbewerb.
Vor Sacramento war er bereits zwei Mal sehr erfolgreich mit der Staffel gewesen. Bei der Europameisterschaft im polnischen Posen gewann er über 4 x 100 Meter Bronze, bei den Hallenweltmeisterschaften in Kanada mit der 4 x 200 Meter Staffel sogar die Silbermedaille.
Martin Baranzke trainiert sechs Mal die Woche in Obergartzem oder mit Sportkollegen in Lechenich. Im heimischen Keller hat er sich einen „Marterraum“ eingerichtet mit Hanteln und Hometrainer. Die vielen Medaillen und Urkunden, die an den Wänden hängen, sind dabei Motiv für weitere sportliche Aktivitäten. Baranzke, der für die LG Olympia Euskirchen startet, schaffte in Sacramento in der Altersklasse M 45 im Dreisprung 12,02 Meter. Seine persönliche Bestleistung erzielte er 1986 mit 14,93 Metern. Danach trat er berufsbedingt etwas kürzer, um Anfang der 90-er Jahre wieder intensiver zu trainieren.

„1993 war ich wieder in Bestform, sprang schon wieder 14,86 Meter und wäre in der M 30 ganz sicher Deutscher Meister geworden“, erinnert er sich. Doch dann riss ihm beim Wettkampf in Paris die Achilles-Sehne. Für einen Dreispringer bedeutet dies meist das Karriere-Aus. Baranzke wurde operiert, danach kam es zu einer Entzündung, weitere drei Operationen folgten. „Seien Sie froh, wenn Sie wieder richtig laufen können“, war die niederschmetternde Diagnose eines Orthopäden Anfang 1994. Doch Baranzke ließ sich nicht entmutigen. Die Wettkämpfe und Erfolge der letzten Jahre gaben ihm Recht.
Wie gut er die ganzen Jahre über war, zeigt die Statistik: Er hält momentan nicht weniger als 18 Kreisrekorde in den verschiedenen Altersklassen. Und dass er in der Weltrangliste der Dreispringer 2010 sogar auf Platz 21 stand, zeigt, dass er noch nicht zum alten Eisen gehört.
Von Ehefrau Antje bekommt er volle Unterstützung. Kein Wunder, sie ist selbst aktive Sportlerin (Inline-Skaterin). Sie nahm erst vor drei Wochen im französischen Le Mans am 24-Stunden-Rennen für Skater teil und belegte mit ihrer Mannschaft dort einen siebten Platz. Durchschnittsgeschwindigkeit: 33 km/h.

Quelle: ProfiPress – Agentur für Kommunikation

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