Energiewechsel

Mechernich: Schüler bauen Reinigungsmaschine

Pressemeldung vom 13. Juli 2011, 08:38 Uhr

Begabtenförderung der Vereinigten Industriebverbände brachten Schüler des städtischen Mechernicher Gymnasiums am Turmhof mit der Deutschen Mechatronics in Mechernich zu einem gemeinsamen Projekt in Verbindung – Schulleiter Josef van de Gey: „Schüler lernen nicht nur technische Finessen, sondern nehmen auch Einblick in Management und Arbeitsabläufe“
Mechernich – Die zehnte Runde der Begabtenförderung der Vereinigten Industrieverbände von Düren, Jülich, Euskirchen und Umgebung e.V. (VIV) ist zu Ende. Bei der Abschlussveranstaltung haben Schüler des städtischen Mechernicher Gymnasiums am Turmhof die Ergebnisse ihrer Projektarbeit bei und mit der Deutschen Mechatronics in Mechernich vorgestellt.
Das Projektteam baute eine eigene Maschine und reinigte damit eine Oberfläche nach dem so genannten Lotuseffekt. Dabei handelt es sich um eine Selbstreinigungsmethode von Pflanzenblättern, die zuerst bei der Lotusblume entdeckt wurde. Die Blattoberfläche besteht dabei aus vielen Stäbchen mit runden Kuppen (wie bei einer Zahnbürste) und ist zudem mit wasserabweisendem Wachs überzogen. Wassertropfen (Regen) rollen über die wasserabweisenden Kuppen und nehmen dabei Verschmutzungen mit.
Diese Lösung setzten die Schüler in einem konkreten Maschinenbauprojekt um. Durch das Zusammendrücken von Piezo-Kristallen wurden Funken erzeugt, mit denen im praktischen Beispiel Ruß auf einer Glasplatte entfernt wurde. Wolfgang Deinhard, der geschäftsführende Gesellschafter der Deutschen Mechatronics in Mechernich: „Reinigung oder Beschichten ist unter dem Stichwort »atmosphärische Plasmatechnologie« eines unserer strategischen Entwicklungsfelder. Die von den Schülern verwendeten Funken sind kleine atmosphärische Plasmen, eines unserer Zukunftsthemen.“
Von der Zusammenarbeit mit dem Mechernicher Technologie-Unternehmen ist auch Josef van de Gey, der Direktor des städtischen Gymnasiums am Turmhof, begeistert: „Aus Sicht der Schule ist ein solches Projekt sehr fruchtbar, weil Schüler und Lehrer Einblicke in die aktuellen Themen der Industrie erhalten.“
Es gehe dabei nicht nur um spezielles Fachwissen, sondern auch um das Kennenlernen von Management und Arbeitsabläufen in Industrieunternehmen. Van de Gey: „Viele Lehrer an Gymnasien glauben immer noch, sie müssten die Schüler ausschließlich auf ein Studium vorbereiten. Mit dem Projekt haben wir Berührungsängste zum potentiellen Lebens-Arbeitsplatz abgebaut, denn der befindet sich mit ziemlicher Sicherheit irgendwann in einem Unternehmen der Wirtschaft.“
Über die Neugier und Innovationskraft der Schüler freute sich auch Kurt Jansen, der Leiter der Konstruktion und Entwicklung bei Deutschen Mechatronics in Mechernich: „Als Systemlieferant für mechatronische Systeme hat DTMT großes Interesse, bei jungen Menschen Begeisterung für Technik zu wecken. Und die Aufgabenstellung passte genau zu dem Geschäftsmodell der Deutschen Mechatronics, nämlich die Integration von Mechanik, Elektronik und Software.“

Die Deutsche Mechatronics GmbH (DTMT) beteiligte sich zum dritten Mal an der Begabtenförderung, die die Vereinigten Industrieverbände von Düren, Jülich, Euskirchen und Umgebung e.V. (VIV) zum insgesamt zehnten Mal veranstalteten.

Die Deutsche Mechatronics (DTMT) entwickelt und produziert als Systemlieferant Hightech-Systeme, Baugruppen und Komponenten für technologie-orientierte Unternehmen. Die Kernkompetenz des Unternehmens ist es, von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt alle Aspekte, die Funktion und Herstellung eines neuen Produktes beeinflussen, schon bei Entwicklung und Konstruktion ganzheitlich zu betrachten und die Produkte in die wirtschaftliche Serienfertigung zu überführen. DTMT ist einer der wenigen Systemlieferanten mit eigener Entwicklungsabteilung.
Der Systemlieferant verarbeitet täglich bis zu 40 Tonnen Stahl, Edelstahl, Aluminium und Kupfer. Monatlich fertigt das Werk bis zu 21 000 verschiedene Einzelteile, aus denen Baugruppen, Geräte und vollständige Systeme „Made in Germany“ entstehen.

Vor 60 Jahren als Dienstleister für die Reparatur von Transformatoren im Mechernicher Bleibergbau gegründet, hat sich das Werk zum Technologieunternehmen gewandelt, das auf der einen Seite moderne Technik beherrscht und auf der anderen Seite jahrzehntelange Erfahrung in Entwicklung und Fertigung mechatronischer Systeme hat.
Zu den Kunden gehören erste Adressen der deutschen Industrie, darunter die Heidelberger Druckmaschinen AG, das Werkzeugmaschinen-Unternehmen Trumpf sowie Siemens, Philips und ABB aus der Elektrotechnik und die Carl Zeiss AG in der Medizintechnik.

Quelle: ProfiPress – Agentur für Kommunikation

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