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Mechernich/Kreis Euskirchen: Ingenieursausbildung ab Kindergarten

Pressemeldung vom 15. Juli 2011, 15:55 Uhr

„Haus der kleinen Forscher“: Lokales Netzwerk des Roten Kreuzes im Kreis Euskirchen bringt auch in der Stadt Mechernich Naturwissenschaften und Technik in die Kindertageseinrichtungen – Ausbildung der Erzieher/innen startet noch dieses Jahr

Mechernich/Kreis Euskirchen – Wer etwas von Kindesbeinen an gelernt hat, der ist auf dem Gebiet ein Kenner und Könner. Es ist also vernünftig, den lebenslangen Bildungsauftrag schon im Kindergarten zu beginnen. Genau das macht die Bildungsinitiative der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. Sie fördert die frühkindliche Bildung in Sachen Naturwissenschaft und Technik. Nicht ohne den für alle Beteiligten sinnvollen und nützlichen Hintergedanken, dass es in Deutschland an Naturwissenschaftlern und insbesondere an Ingenieuren mangelt.
Das Rote Kreuz im Kreis Euskirchen, die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ und der Kreis Euskirchen haben sich zusammengetan, um ein entsprechendes lokales Netzwerk zwischen Ville und Venn – und damit auch in der Stadt Mechernich aufzubauen. Sie geben insbesondere allen Erzieherinnen und Erziehern im Kreisgebiet die Chance, sich in Fortbildungsworkshops das entsprechende Knowhow anzueignen.
Das Personal von Kindertageseinrichtungen (Kita) aller Träger, also auch der in der Stadt Mechernich tätigen Arbeiterwohlfahrt, lernt in diesen Workshops von Rotem Kreuz und Kreis, wie die natürliche Begeisterung von Drei- bis Sechsjährigen für naturwissenschaftliche und technische Phänomene geweckt und gefördert werden kann.

In Kitas, die einem lokalen Netzwerk der Stiftung angehören, experimentieren die Mädchen und Jungen mit alltäglichen Materialien wie Trinkhalmen, Pipetten, Trichtern, Knete und Luftballons. Beim Experimentieren und beim Sprechen über die beobachteten Phänomene werden Naturwissenschaften und Technik für die Kinder erfahrbar. Daneben erwerben sie auch Sprach-, Lern- und Sozialkompetenzen und können ihre feinmotorischen Fähigkeiten weiterentwickeln.

Das Rote Kreuz im Kreis Euskirchen ist bereits seit Gründung der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ vor fünf Jahren über das landesweite Rotkreuz-Netzwerk an der Bildungsinitiative beteiligt. Seitdem wurde ein Drittel der 23 Rotkreuz-Kindertageseinrichtungen im Kreis Euskirchen von der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ ausgezeichnet. Ein weiteres Drittel befindet sich im Dokumentations- und Zertifizierungsverfahren und ein weiteres Drittel hat sich auf den Weg gemacht, Mitarbeiter/innen zu schulen, um gemeinsam mit den „Pänz“ naturwissenschaftliche Experimente durchzuführen.
Das lokale Netzwerk aus Rotem Kreuz und Kreis Euskirchen übernimmt die Ausbildung der Erzieherinnen und Erzieher vor Ort vom landesweiten Netzwerk. Ein entsprechender Kooperationsvertrag wurde am Rande einer Kindergarten-Leiterinnenkonferenz von Vertretern des Roten Kreuzes, der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ und des Kreises Euskirchen unterzeichnet. Die Konferenz selbst diente dazu, das Konzept den Kindergartenleitungen vorzustellen und zum Mitmachen zu motivieren.
Der Kooperationsvertrag sieht eine Arbeitsteilung zwischen der Stiftung, Rotem Kreuz und regionalem Bildungsbüro des Kreises vor. Während das regionale Bildungsbüro die Administration und Kontaktaufnahme mit allen Kindertageseinrichtungen (KiTa) im Kreis Euskirchen übernimmt, organisiert und führt das Rote Kreuz im Kreis Euskirchen die Workshops für die Erzieherinnen und Erzieher im Rotkreuz-Zentrum Euskirchen/Eifel durch. Auch die Ausbildungsorganisation der dafür erforderlichen Trainerinnen und Trainer (Multiplikatoren) wird vom Roten Kreuz übernommen.
Erzieherinnen und Erziehern, die Interesse an einer Ausbildung zur Trainerin bzw. zum Trainer haben, und ihrerseits bereit sind, Erzieherinnen- und Erzieherworkshops durchzuführen, können sich ab sofort beim Roten Kreuz melden. Ihre Ausbildung startet noch in diesem Jahr. Ansprechpartner beim Roten Kreuz im Kreis Euskirchen ist Rolf Klöcker, Geschäftsführer Soziale Dienste. Tel. 0 22 51/ 79 11 36, Email: rkloecker@drk-eu.de
Rolf Klöcker stellte das lokale Netzwerk gemeinsam mit Natalie Tadros vom Haus der kleinen Forscher vor. Dabei sagte er: „Durch ihre Beobachtungen und Fragen lernen Kinder spielerisch, welche naturwissenschaftlichen Phänomene ihren Alltag bestimmen. Wir freuen uns, dass immer mehr Kindertageseinrichtungen erkennen, wie wichtig es ist, die Freude am Lernen und Forschen bereits bei den Kleinsten zu fördern.“

Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ mit Sitz in Berlin gründete sich auf Initiative der Helmholtz-Gemeinschaft, von McKinsey & Company, der Siemens Stiftung und der Dietmar Hopp Stiftung. Die Stiftung fördert bundesweit die Begeisterung drei- bis sechsjähriger Mädchen und Jungen für naturwissenschaftliche und technische Phänomene.
Hierzu bildet die Stiftung Erzieherinnen und Erzieher über lokale Netzwerke naturwissenschaftlich und pädagogisch weiter, stellt ihnen Materialien zur Verfügung, die das Experimentieren in der Kita ermöglichen und bietet umfangreiche Hintergrundinformationen und Experimente im Internet an. Gefördert wird die bundesweite Ausbreitung der Stiftungsangebote vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.
www.haus-der-kleinen-forscher.de

Quelle: ProfiPress – Agentur für Kommunikation

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