Energiewechsel

Meschede: 2.700 Kubikmeter Wasser statt Daunendecke

Pressemeldung vom 16. Juni 2011, 15:02 Uhr

Frühschwimmen – der andere Start in den Tag

Meschede. Statt einer handelsüblichen Daunendecke hat man hier gleich eine 20 x 50 Meter große Wasserfläche zur Verfügung; an Stelle einer Tasse Kaffee sind sage und schreibe 2.700 Kubikmeter Wasser angesagt: Frühschwimmen im Mescheder Freibad ist der etwas andere Start in den Tag. Zum Beispiel für Michael Stratmann: „Es macht Spaß und es tut gut.“

„Man beginnt den Tag mit etwas Positivem“, ist die einfache Antwort des Walleners auf die Frage nach seiner Motivation. Mindestens zweimal die Woche kommt er frühmorgens ins Mescheder Freibad, „und das seit zehn Jahren.“ Um 6.15 Uhr macht sich Michael Stratmann auf seine Bahnen: „Zurzeit sind es 1500 Meter – und es klappt immer besser.“ Doch es ist nur die sportliche Leistungsfähigkeit, um die es geht, weiß Michael Stratmann: „Man tut sich etwas Gutes, bevor der Arbeitsalltag im Büro beginnt.“ Praktisch: Der Wallener ist beim Hochsauerlandkreis beschäftigt – für ihn liegt das Freibad quasi auf dem Weg zur Arbeit.

Von dienstags bis freitags öffnet das Freibad bereits von 6.00 bis 7.30 Uhr für Frühschwimmer – zahlreiche Besucher nutzen regelmäßig dieses Angebot, weiß Schwimmmeister Andre Kettler: „Rentner, Hausfrauen, Berufstätige – es ist sehr unterschiedlich.“ Gemeinsam ist ihnen aber, dass es sich vorwiegend um „Überzeugungstäter“ handelt, erzählt Andre Kettler schmunzelnd – die allermeisten ziehen mehrmals pro Woche im Becken ihre Bahnen: „Manche schwimmen auf Zeit, für andere steht eine bestimmte Strecke im Vordergrund.“

Das Wetter spielt dabei übrigens kaum eine Rolle, unterstreicht Michael Stratmann: „Es ist einfach schön, draußen zu sein.“ Andre Kettler teilt diese Erfahrung – auch der Regen hält die echten Frühschwimmer nicht ab: „Im Wasser wird man sowieso nass – da ist es egal, ob auch noch etwas von oben kommt.“ Im Gegenteil: „Morgens um sechs Uhr empfindet man 24 Grad Wassertemperatur eher sogar als ,Badewanne‘. „Das Wasser ist total angenehm“, berichtet auch Michael Stratmann: „Frieren muss hier niemand.“

Wenn pünktlich um sechs Uhr das Freibad öffnet, stehen die ersten Gäste bereits vor der Tür. Andre Kettler und das Bäderteam der Stadt Meschede haben dann schon die ersten Aufgaben hinter sich. Ihr Arbeitstag beginnt um 5.30 Uhr – das Becken wird kontrolliert, die Wasserqualität gemessen, das Bad vorbereitet – Andre Kettler: „Die Leute sollen sich wohlfühlen – und wir bekommen viele positive Rückmeldungen.“ Das gilt auch für den Eintrittspreis – für Frühaufsteher kostet der Bad-Besuch schließlich nur 2,50 Euro.

Nach 7.15 Uhr wird es dann allmählich wieder ruhiger im Freibad – während die Frühschwimmer sich auf den Weg zur Arbeit, nach Hause oder in die Stadt machen, warten nun vor dem Freibad die ersten Schülerinnen und Schüler auf ihren Schwimmunterricht. Michael Stratmann aus Wallen hat dann bereits seinen Arbeitstag im Kreishaus begonnen – und freut sich auf das nächste Frühschwimmen: „Der Tag verläuft dann entspannter und man ist insgesamt viel lockerer.“

Quelle: Hochsauerlandwasser GmbH

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