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Meschede: Wo Bildung ist, ist Zukunft – Stadt Meschede will Schulen weiterentwickeln

Pressemeldung vom 13. Juli 2011, 11:45 Uhr

Meschede. Wo Bildung ist, ist Zukunft: Für die Stadt Meschede ist ein modernes und sicheres Schulangebot deshalb von besonderer Bedeutung. Der Fachbereich Generationen, Bildung, Freizeit der Stadtverwaltung arbeitet zurzeit an Überlegungen, um das Angebot an weiterführenden Schulen im Stadtgebiet in hoher pädagogischer Qualität dauerhaft zu sichern.

Hintergrund: Wie insgesamt im Land NRW besteht auch in Meschede der Trend, dass die Anmeldezahlen zur Hauptschule immer weiter sinken. Der Wegfall der Grundschulgutachten und ein verändertes Verhalten der Eltern bei der Schulwahl haben diese Tendenz noch verstärkt. „Ziel der Stadt Meschede ist es, sowohl in der Kernstadt wie auch in Freienohl die Standorte weiterführender Schulen nicht nur zu erhalten, sondern auch deren Qualität zu sichern und weiter zu steigern“, erläutert Bürgermeister Uli Hess. Ebenso wichtig sei es aber auch, ein solches Konzept im Dialog mit Eltern und Lehrerkollegien zu diskutieren.

Eine Lösung könnte es zum Beispiel sein, in der Mescheder Kernstadt sowie in Freienohl zwei Verbundschulen einzurichten. Dazu würde an die Konrad-Adenauer-Hauptschule in Freienohl ein Realschulzweig angekoppelt und sie so in eine Verbundschule weiterentwickelt. Parallel dazu könnten die jetzige Realschule der Stadt Meschede und die St.-Walburga-Hauptschule zu einer Verbundschule zusammenwachsen.

In einer Verbundschule bleiben die einzelnen Bildungsgänge von Haupt- und Realschule mit getrennten Lehrplänen erhalten. Allerdings: Die beiden Ausbildungsgänge arbeiten sehr eng im Wahlpflicht- und musischen Bereich sowie bei den freiwilligen AGs zusammen. Die Kinder gehen so ihren schulischen Weg in großen Teilen gemeinsam, in den wesentlichen Fächern aber getrennt. Zu Beginn der Schullaufbahn absolvieren sie in der 5. und 6. Klasse eine gemeinsame Erprobungsstufe. Die Erfahrung zeigt, dass in einer Verbundschule ein Hauptschulzweig wesentlich eher akzeptiert wird als eine alleinige Hauptschule – Grund ist die hohe Durchlässigkeit hin zum Realschulzweig. Zudem würde ein solches Konzept die Attraktivität des Schulstandorts Freienohl erhöhen und so helfen, ein wohnortnahes und breit gefächertes Schulangebot zu erhalten.

Wichtig sei aber auch, dass eine Lösung zum einen schulrechtlich dauerhaft sicher sei; zum anderen von allen Beteiligten wie Eltern- und Lehrerschaft mitgetragen werde. Deshalb will die Stadt Meschede die aktuelle Diskussion des NRW-Schulgesetzes abwarten, um so zu gewährleisten, dass ein Konzept für die Mescheder Schulen rechtssicher sein wird. Im Anschluss sollen mögliche Konzepte mit den Behörden, vor allem aber mit den Schulen und der Elternschaft diskutiert werden. Vorentscheidungen seien noch nicht gefallen, unterstreicht Bürgermeister Uli Hess: „Wir stellen uns als Stadt Meschede diesem Thema – schließlich wollen wir agieren und nicht reagieren müssen, wenn es um die Zukunft unserer Schulen geht.“

Durch den Neubau der Grundschule am Rautenschemm mit einem innovativen pädagogischen Konzept sowie der Errichtung der Mensa am August-Macke-Schulzentrum habe die Stadt Meschede gezeigt, dass sie Bildung als besonders wichtigen Zukunftsfaktor ernst nehme, so Bürgermeister Uli Hess: „Dass wir als Stadt Meschede auch weiterhin ein qualitativ hochwertiges und flächendeckendes Schulangebot vorhalten, ist dabei unser übergeordnetes Ziel.“

Quelle: Hochsauerlandwasser GmbH

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