Energiewechsel

Minden: Konzept für „Kontakt“ wächst – Neues Projekt von „Community Dance“

Pressemeldung vom 19. Juli 2016, 14:23 Uhr

„Community Dance Minden“ geht in die neunte Runde – mit bekannten Akteuren und einem neuen, offenen Konzept. Vier Monate vor den beiden Aufführungen am 18. und 19. November im Festsaal der Freien Waldorfschule gibt es Ideen für getanzte Szenen und Ansätze für die begleitende Musik. „Alles Weitere ist noch im Fluss“, fassen Miguel Angel Zermeño (choreografische Gesamtleitung) und Benjamin Sazewa (musikalische Leitung) bei einem Pressegespräch zusammen. Rund 100 Schülerinnen und Schüler von neun weiterführenden Schulen werden beim neunten Tanz-Projekt mitmachen. Es gab bereits erste Proben.

Der Titel „Kontakt“ sei zweideutig, erklärt der in Mexiko geborene Tänzer, Tanzpädagoge, Produzent und Choreograf, der von Anfang an im Mindener Projekt dabei ist. Kontakt steht zum einen für die Aktion, in die die jungen Tänzerinnen und Tänzer treten, Kontakt steht aber auch für Con Tact = spanisch mit Takt. Taktgefühl ist zum Beispiel im ersten Teil gefordert, wenn die Mädchen und Jungen ihren Körper als Instrument einsetzen sollen. „Mit Body-Percussion können sowohl tiefe als auch hohe Töne erzeugt werden“, erläutert Miguel Angel Zermeño.

Bei diesem Projekt haben sich die Schülerinnen und Schüler sehr aktiv miteingebracht. Sie sollten Szenen des Alltags und des Lebens nennen und versuchen zu spielen. So wird es zum Beispiel ein Regen-Stück geben, eine Szene, die eine Fahrradwerkstatt verkörpert und eine Hinterhof-Situation, die musikalisch zunächst trist ist und sich dann träumerisch steigert, wie Benjamin Sazewa erklärt. Inspirationen werden gesammelt und weiter entwickelt.

Für das Ganze wird noch an einem verknüpfenden Element gearbeitet – musikalisch und choreografisch. Den Gesang für die von Sazewa meist selbst komponierten beziehungsweise interpretierten Stücke liefert Profi-Sängerin Laura Suad. Sie wird größtenteils auf der Bühne stehen und live singen. Auch wird es Live-Trommelmusik des Mindener Künstlers Alois Moyo geben. „Das Spannende an diesem Projekt ist es, dass hier viel experimentiert und ausprobiert wird“, hebt Dr. Ulrike Faber-Hermann, Kulturbüro der Stadt Minden und Projektverantwortliche, hervor. Die Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulformen begegnen sich im Tanz auf Augenhöhe und „auf die Zusammenarbeit kommt es an“, nennt Faber-Hermann weitere Ziele des städtischen Projekts.

„Community Dance“ sei ein „absolutes Plus für Minden“, fasst Regina-Dolores Stieler-Hinz, Beigeordnete für Bildung, Kultur, Sport und Freizeit zusammen. Vorbildlich sei, dass alle Schulformen miteinander an einem Projekt arbeiten – unabhängig von ihrem Bildungsgang. Allein durch den Ausdruck des Tanzes und durch die Musik kommen sie zusammen und produzieren gemeinsam etwas Großes. Verlässlichkeit erhalte das Projekt durch die handelnden Personen, die seit vielen Jahren dabei seien, so Stieler-Hinz weiter. Eine Frau der „ersten Stunde“ ist auch Regina Augustin (Wichernschule), die wieder für die Requisite und die Kostüme verantwortlich zeichnet.

Nach den Ferien wird zunächst noch in Gruppen an den Schulen unter Leitung von Miguel Angel Zermeño weiter geprobt, dann aber wird es auch mehrere große, gemeinsame Proben vor den Auftritt am 18. und 19. November geben. Unterstützt wird der Profi in der Umsetzung von Nadeshda Galeev, Inhaberin einer Ballettschule, von Musiker Alois Moyo sowie den Lehrkräften Christa Amshoff, Valentina Knappe, Elke Moormann und Petra Nottmeier. Beteiligt sind dieses Mal das Besselgymnasium, die Freie Waldorfschule, die Freiherr-von-Vincke-Realschule, die Käthe-Kollwitz-Schule, die Kuhlenkampschule, die Primus-Schule, das Ratsgymnasium und die Wichernschule (alle Minden) sowie die Luther-Schule (Porta Westfalica). Unterstützt wird das Projekt vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW sowie von der Sparkasse Minden-Lübbecke.

Quelle: Stadt Minden – Pressestelle

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis