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Minden-Ravensberg/Lippe: Mittagsgespräch im krz

Pressemeldung vom 28. April 2017, 11:29 Uhr

Was ist zu tun, wenn ein Angehöriger zum Pflegefall wird? Wie kann ein Berufstätiger die Doppelbelastung von Pflege und Beruf ausbalancieren? Als Teil seines betrieblichen Informationsangebots veranstaltete das krz zusammen mit dem Pflegestützpunkt NRW des Kreises Lippe am 12. April 2017 ein Mittagsgespräch zu diesem Thema.

Ein Unfall, Erkrankungen oder das Alter: Oftmals kurzfristig heißt es dann, den Eintritt in die Pflege zu organisieren. Dabei sind die Betroffenen wie ihre Angehörigen gleichermaßen gefragt. In solchen Fällen helfen Kenntnisse über die Pflegezeit, Informationen über die Organisation und Finanzierung von Pflege sowie das Wissen um Beratungsstellen. Doch wo erhalten Berufstätige mit pflegebedürftigen Angehörigen dieses nötige Wissen und kompetente Unterstützung?

Das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) bietet vorbereitende Unterstützung. Als Teil seines betrieblichen Informationsangebots zur „Vereinbarkeit von Pflege und Beruf“ veranstaltete der Lemgoer IT-Dienstleister in Zusammenarbeit mit dem Pflegestützpunkt NRW des Kreises Lippe am 12. April 2017 für seine Beschäftigten ebenso wie für alle Interessierten ein kostenloses Mittagsgespräch zu diesem Thema.

Die Pflegeberaterinnen Anja Düvel-Wedek und Doris Dreimann-Kehde vom Pflegestützpunkt Lippe der Kranken- und Pflegekassen des Kreises Lippe gaben professionelle Auskunft über die Arten und Wege, wo und wie Pflegende Unterstützung bei dieser außerberuflichen Aufgabe erhalten. In ihrem Vortrag informierten sie über Sozialleistungen, die Leistungen der Kranken- und Pflegekassen sowie die Möglichkeit flexibler Arbeitszeitmodelle. Wertvolle Informationen wie z. B. zur Beantragung eines Pflegegrades über die Krankenkasse ebenso wie wichtige Kontakte z. B. zur Pflegeberatung Compass, die für privatversicherte Patienten zuständig ist, gaben die Pflegeberaterinnen den Teilnehmenden mit auf den Weg. Und sie sprachen den Anwesenden Mut zu: „Am Anfang ist es noch schwer, aber man wächst in die Aufgabe hinein“, versprach Doris Dreimann-Kehde.

Nach Aussage des Statistischen Bundesamtes sind in Deutschland 2,86 Millionen Menschen pflegebedürftig, der größte Teil wird von und in der eigenen Familie betreut. Aus diesem Grund stehen den Berufstätigen des Lemgoer IT-Dienstleisters seit über zwei Jahren vier ehrenamtlich ausgebildete Pflegebegleiter als persönliche Ansprechpartner zur Seite, damit die Doppelbelastung aus Pflege und Beruf etwas erfolgreicher bewältigt werden kann. Andrea Giese, Leiterin der Unternehmenskommunikation, betont ausdrücklich: „Das Thema Pflege wird in Zukunft immer wichtiger werden. Mit dem betrieblichen Beratungsangebot leistet das krz seinen Beitrag, um die Vereinbarkeit der familiären und beruflichen Herausforderungen leisten zu können.

Zusätzliche Informationen für Beschäftigte stehen auch in der downloadbaren Broschüre Familienpflegezeit unter https://www.bmfsfj.de bereit.

Quelle: Minden-Ravensberg/Lippe

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