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Nettetal: „Jeder stirbt für sich allein“

Pressemeldung vom 13. März 2017, 16:55 Uhr

Am Freitag, 24. März um 20 Uhr gastiert das Alte Schauspielhaus Stuttgart mit dem Schauspiel „Jeder stirbt für sich allein“ nach dem gleichnamigen Roman von Hans Fallada in der Werner-Jaeger-Halle, An den Sportplätzen 7, Nettetal-Lobberich. Werkmeister Otto Quangel und seine Frau Anna führen in Berlin ein ruhiges, unauffälliges Leben. Als jedoch ihr einziger Sohn 1940 an der Front fällt, beschließt Otto, etwas gegen das NS-Regime zu tun. Unterstützt von Anna schreibt er Postkarten mit regimekritischen Aufrufen, wie „Der Führer hat mir meinen Sohn ermordet“, und legt diese in Treppenhäusern der Stadt aus – immer in der Hoffnung, in den Köpfen seiner Mitmenschen etwas bewirken zu können. Umgeben von überzeugten Nationalsozialisten, Karrieristen, Opportunisten, Kleinkriminellen und Menschen, die sich aus Angst vor Konsequenzen dem staatlichen Druck anpassen, ist dies ein ebenso riskantes wie wenig erfolgsversprechendes Unternehmen, denn die Karten werden gefunden und bei der Polizei abgegeben. Kommissar Escherich übernimmt die Ermittlungen in diesem Fall, der sich als schwieriger als erwartet erweist. Gedrängt von seinem Vorgesetzten gerät Escherich immer mehr unter Druck. Er muss endlich Ergebnisse präsentieren. Hans Falladas Roman über die Eheleute Quangel, die durch den Tod ihres einzigen Sohnes den Lebenssinn verlieren und durch die heimlich ausgelegten Botschaften wieder zueinander finden, ist auch ein großer Liebesroman. Er basiert auf dem auf dem realen Fall und den Gestapo-Ermittlungsakten des 1942 durch Denunziation verhafteten und zum Tode verurteilten Ehepaares Hampel. Dem erfahrenen Theatermann Volkmar Kamm gelingt es in seiner Dramatisierung in beklemmender Eindringlichkeit, die emotional sehr anrührende Atmosphäre einzufangen und in Momentaufnahmen die verschiedenen Schicksale der Denunzianten, Opfer, Mitläufer, Spitzel und überzeugten Nazis zu bündeln. Die Hauptrollen spielen Helena Büttner und Peter Bause. In weiteren Rollen sind zu sehen: Elisabeth Halikiopoulos, Aki Tougiannidis, Serjoscha Ritz, Ralf Grobel, Uwe-Peter Spinner, Volker Jeck, Markus Angenvorth.

Eintrittskarten sind zum Preis von 11 Euro bis 22 Euro bei der NetteKultur, Doerkesplatz 3, Nettetal-Lobberich, Telefon 02153/898-4141, E-Mail nettekultur@nettetal.de und über das Ticketportal www.reservix.de erhältlich. Für Schüler, Studenten, Auszubildende, Empfänger von Sozialleistungen, Bundesfreiwilligendienst- und Wehrdienstleistende kosten die Eintrittskarten 7 Euro bis 14 Euro.

Quelle: Stadt Nettetal

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