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Neuss: Fast 1.700 u3-Betreuungsplätze in Neuss

Pressemeldung vom 1. Juli 2016, 14:09 Uhr

Aktuellen Stand zur Kindertagesbetreuung in Neuss

Der Ausbau der Kindertagesbetreuung in Neuss schreitet weiter voran. Mittlerweile sind in Neuss über 1.680 Plätze für Kinder unter drei Jahren geschaffen und eine Versorgungsquote u3 (bei 2 ¼ Jahrgängen) von fast 50% erreicht. Allein gegenüber dem letzten Jahr können weitere 119 u3-Plätze angeboten werden. Diese werden auch benötigt, da zum einen die Kinderzahl in Neuss weiter ansteigt und die u3- Betreuung zunehmend stärker von den Eltern beansprucht wird. Im Bereich der über dreijährigen besteht zwar nicht in jeder Kita noch Luft, aber stadtweit können hier – wie auch in den Vorjahren – wieder unterjährig Plätze angeboten werden, etwa für Eltern, die nach Neuss umziehen und eine Kinderbetreuung benötigen. Die 87 Neusser Kitas versorgen über 5.600 Kinder, weitere 550 werden in der Kindertagespflege von Tagesmüttern und -vätern betreut.

So blickt der neue Jugenddezernent Ralf Hörsken anerkennend auf eine gute Lage bei der Kindertagesbetreuung, weist aber im gleichen Atemzug auf die neuen, nicht zu unterschätzenden Herausforderungen hin: „Einerseits müssen die Kommunen bei der den stetig steigenden finanziellen Belastungen in diesem Bereich entlastet werden, anderseits sollte für die sehr engagierten und verlässlichen freien Träger bei den Kitas eine solide Finanzierungsbasis gewährleistet sein.“ Erfreulich seien auch die mit dem kurz vor Verabschiedung befindlichen Gesetz zur Änderung des Kinderbildungsgesetzes ausgestellten finanziellen Verbesserungen durch das Land NRW. Neben einer Verdopplung der Dynamisierungsquote werden durch die freiwerdenden Betreuungsgelder die Kindpauschalen deutlich erhöht. Dem müsse aber eine geeignete Kibiz-Reform folgen.

Eine weitere Herausforderung sei die fristgerechte Fertigstellung von Neubaumaßnahmen, wie die Kita Ueckerrather Straße in Rosellen zum 1. August 2016 sowie die neue Kita Euskirchener Straße in Erfttal zum 1. August 2017 Auch müssen weitere Planung rechtzeitig realisiert werden, etwa der Neubau der Kita Weckhovener Straße. Zusammen mit Jugendamtsleiter Markus Hübner wird Hörsken besonders auf die Stadtteile achten, die noch nicht in vollem Umfang von der positiven Ausbauentwicklung profitieren konnten. Auch diese werden noch im Sinne bedarfsgerechter Angebote und wohnortnaher Versorgung zukunftsfest gestaltet. Hierunter fallen die Stadtteile Hoisten/Speck/Wehl/Helpenstein, die derzeit sowohl im u3- als auch im ü3-Bereich eine stark unterdurchschnittliche Platzzahl haben; aber auch Norf und Weckhoven müssen mit Sorgfalt beobachtet werden. Im Neusser Norden sind ebenfalls noch viele Anstrengungen erforderlich. Markus Hübner betont: „Extrem wichtig für die bedarfsgerechte Versorgung in der Kindertagesbetreuung ist die planerische Berücksichtigung der entsprechenden Bedarfe in Neubau- oder Verdichtungsgebieten. Das gilt unter anderem in Holzheim mit dem Blausteinsweg oder im Alexianerviertel. Mit Baufortschritt und Bezug von Familien mit Kindern sollen hier Kita-Plätze direkt im Wohnumfeld angeboten werden.“

Wie wichtig für Neuss Provisorien sind, kann Ann Christin Kaup, Abteilungsleiterin im Jugendamt, an einem Beispiel festmachen: „Nachdem das Provisorium im Barbaraviertel schon als Übergangsquartier für die Waldorf-Kita und danach als Schutzstelle für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge diente, wird es jetzt Rettungsanker für das DRK, dessen Kita-Neubau auf der Weberstraße/Eichendorfstraße sich deutlich verzögert.“ Als federführender Beigeordneter für Inklusion freut sich Hörsken über die neuen Ziele für inklusive Plätze in Kitas. Hier schlägt die Verwaltung vor, dass bis zum Jahr 2022 dreiviertel aller Kitas sowohl quantitativ als auch qualitativ inklusive Plätze und damit für die betroffenen Kinder und Eltern wohnortnahe Kindertagesbetreuung anbieten können. Der Prozess wird durch das in Kürze erweiterte Fachberatungsteam Kindertagesbetreuung engagiert und professionell unterstützt. Dabei soll vor allem auch die Erfahrung der integrativen Kitas, der Lebenshilfe und der Lukita gewinnbringend genutzt werden. Das Jugendamt wird das wichtige Standbein „Kindertagespflege“ weiter stabil halten und sogar punktuell noch weiter ausbauen, gerade mit Blick auf individuelle Bedarfe im Neusser Süden.

Quelle: Stadt Neuss / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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