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Obergartzem: Junggesellenverein übernimmt Patenschaft über Grünanlage

Pressemeldung vom 6. Juni 2011, 12:33 Uhr

Im Jubiläumsjahr Neugestaltung mit Weg, Sitzgruppe, Findling und Fahnenmast – Pachtvertrag ist unterschrieben – Das ganze Dorf soll am Samstag, 25. Juni mitfeiern
Obergartzem – Das ist gelebtes Bürgertum: Die Junggesellen aus Obergartzem haben die Patenschaft über die städtische Grünanlage am Ortseingang übernommen. Sie investieren Zeit und Geld in die Neugestaltung des Platzes, dessen Mittelpunkt ein Stifterkreuz aus dem Jahre 1695 ist. Dort feiert der Junggesellenverein (JGV) am 25. Juni sein 120-jähriges Bestehen. „Wir wollen wahrgenommen werden und nicht nur eine Spaßtruppe sein“, sagt Vorsitzender Jens Breuer.
Bei den Junggesellen geht es seit drei Jahren stetig aufwärts. „Wir wollen uns ins Dorfleben einbringen“, so Breuer weiter, der inzwischen auf 41 Aktive blicken kann. Viele von ihnen konnte man in jüngster Zeit bei der Arbeit auf der städtischen Grünanlage (gut 200 Quadratmeter) sehen, die zwischen Euskirchener und Enzener Straße liegt.
Als die Idee geboren wurde, nahm man Kontakt mit Ortsvorsteher Johannes Weisheit auf. In einer Bürgerversammlung im Dorfgemeinschaftshaus stellten die Junggesellen ihre konkreten Pläne vor. Weisheit: „Alle Anwesenden waren damit einverstanden, alle fanden es gut, dass sich die Junggesellen so engagieren wollen.“
Die Anlage wird nach Plänen von Schriftführer Christoph Breuer, der Bau-Ingenieur ist, neugestaltet. Voraus gegangen waren Gespräche und Verhandlungen mit der Stadt Mechernich, bei denen auch Ortsvorsteher Johannes Weisheit eingebunden war. Man war sich relativ schnell einig. Offiziell pachten die Junggesellen die Grünanlage und verpflichten sich auch, diese ständig zu pflegen. Bei der Stadt sieht man das natürlich positiv und hofft auf einen Nachahmungseffekt in anderen Orten.

Nachdem der Vertrag unterschrieben (ein Pachtzins muss nicht entrichtet werden) und die Pläne zur Neugestaltung „abgesegnet“ waren, ging es an die Arbeit. Christoph Breuer: „Die Anlage, die ja an exponierter Stelle liegt, bot bislang optisch nicht gerade das schönste Bild und war leider auch zu einer Art Hundetoilette verkommen.“ Dieses Bild soll sich nun grundlegend ändern.
Mittelpunkt der Anlage, die nach der Einsegnung Ende Juni dann „Junggesellen-Plätzchen“ heißen soll, ist ein altes Stifterkreuz aus dem Jahre 1695. Man sucht derzeit noch nach Schriftstücken, wer es gestiftet hat und was der Grund für die Stiftung war.
Sowohl von der Enzener als auch von Euskirchener Straße aus führt künftig ein Weg zum Kreuz, die Wege haben ein Randfassung aus Lava-Pflaster und werden mit Kies aufgefüllt. Unmittelbar vor dem Kreuz, das durch eine immergrüne Hecke umgeben ist, wird eine Sitzgruppe mit Tisch und zwei Bänken aufgestellt. Daneben werden ein Findling und ein Fahnenmast aufgestellt, an dem die blau-weiße Vereinsfahne flattern soll. Name des Platzes und Vereinsfahne sollen auch nach außen hin dokumentieren, wer verantwortlich für die Pflege der Grünanlage ist.
Was die Sitzgruppe, für die noch Betonfundamente gegossen werden müssen, angeht, hatte man Glück. Ortsvorsteher Weisheit: „Das RWE stellt der Stadt Mechernich Sitzgruppen zur Verfügung. Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick hat zugestimmt, dass die Junggesellen eine Sitzgruppe bekommen sollen.“ Die Stadt sponsert den dazu gehörenden Mülleimer.

Wenn das Schmuckstück fertig ist, „werden wir auch dafür sorgen, dass das Thema Hundetoilette vorbei ist“, kündigt Breuer an, notfalls müsse man mit uneinsichtigen Hundehaltern auch mal ein „vernünftiges“ Wort reden. Parallel überlegt man aber auch, die gesamte Anlage einzufrieden – das aber hängt momentan noch von den Kosten ab.
„Wir bieten als JGV eine starke Gemeinschaft und nehmen auch rege am Vereinsleben im Doppelort teil“, sagt Breuer. Das Aufstellen der Maibäume sei Tradition, aber nicht am wichtigsten. „Wir bieten unseren 41 Aktiven und 15 Inaktiven einiges – eine Jahrestour, die Weihnachtsfeier und vieles mehr. Und das Singen an Allerheiligen ist für uns eine Ehrensache“, erklärt er. 2010 gingen drei Gruppen in Obergartzem von Haustür zu Haustür und ersangen Spenden für kirchliche Zwecke.

Quelle: ProfiPress – Agentur für Kommunikation

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