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Raesfeld: Wohnen im Wandel – Ohne Schwellenangst in die Zukunft

Pressemeldung vom 6. Juli 2011, 10:13 Uhr

Raesfeld – Bei 35 Grad Außentemperatur widmete man sich am Dienstagabend im Raesfelder Rathaus einem heißen Zukunftsthema. Auf Einladung von Kreishandwerkerschaft dem Ortsmarketingverein und der Gemeinde Raesfeld ging es um die Fragen: Wie können Handwerksbetriebe zukunftsträchtige Marktfelder entdecken und für sich Chancen aus dem demographischen Wandel entwickeln? Wie lassen sich in Zukunft Beruf und Familie noch besser miteinander vereinbaren?
Dass diese Materie durchaus interessante Aspekte hatte, stellten Dr. Frank Gerhard-Kühn und Heidi Bülow von der Handwerkskammer in Münster in ihren Vorträgen unter Beweis. Handwerksbetriebe werden in Zukunft auch zu Dienstleistern in Sachen barrierefreies Wohnen und müssen sich dabei auf einen größeren Kundenkreis einstellen. Barrierefreiheit ist nämlich längst ein altersunabhängiges Querschnittsthema beim Bauen und Wohnen geworden. Hohe Schwellen und zu enge Türen sind nämlich sowohl für Rollstühle, Rollatoren als auch für Kinderwagen eine unnötiges Hindernis. Auch in der Küche lässt es sich in allen Altersklassen leichter arbeiten, wenn Spülmaschine oder Backofen, ohne Bücken zu erreichen sind. Grund genug also auch schon in der Bau- und Planungsphase den Wohnraum für ein ganzes Leben möglichst schwellenfrei zu gestalten

Christoph Bruns, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Borken, rät allen Handwerksbetrieben: „Wer sich hier für intelligente Lösungen qualifizieren will, kann sich zu Fachberatern für barrierefreies Wohnen ausbilden und zertifizieren lassen.“ Weitere Information dazu gibt es im Web unter www.wohnen-im-wandel.de.

Doch auch ein weiterer Aspekt der sich wandelnden Gesellschaft bietet Handwerksbetrieben neue Chancen: Immer mehr Familien fragen Dienstleistungen im Haushalt nach. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weckt bei vielen Berufstätigen den Wunsch nach immer mehr Komfort bei der Erledigung des „bisschen Haushalts“. Da liegt es nah, dass Handwerker, die manchmal notwendigerweise ein wenig Schmutz hinterlassen, auch gleich mit einem Reinigungsservice dienen können. Der Reinigungsdienst könnt dann davon profitieren, in Zukunft von dem Familien auch dauerhaft beschäftigt zu werden.
Damit zusammenkommt, was auf diesem Sektor zusammengehört, soll ein Netzwerk aufgebaut werden, auf dem die Kooperationspartner gelistet werden. Unter www.cluster-confm.de. finden Interessenten hier alles Wissenswerte.

Wer sich in Raesfeld gern privat vernetzen möchte, weil er zum Beispiel einen Babysitter oder eine Haushaltshilfe sucht, findet unter www.familienjobboerse.de das passende Angebot für sich. Claudia Wiemer von der Gemeinde Raesfeld stellte bei der Veranstaltung das schon seit zwei Jahren existierende Angebot der Gemeinde Raesfeld vor: Hier können sowohl ehrenamtliche als auch bezahlte Tätigkeiten rund um Haus und Garten gesucht und angeboten werden.

Bürgermeister Andreas Grotendorst dankte allen Referenten und stellte klar. „Für uns in Raesfeld ist die Zukunft des Handwerks und Familien besonders wichtig. Wir freuen uns bei dieser Veranstaltung viele Informationen über künftige Entwicklungen und Marktchancen erhalten zu haben! Besonders stolz sind wir mit der Familienjobbörse schon einen Schritt in die richtige Richtung getan zu haben!“

Quelle: Gemeinde Raesfeld

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