Energiewechsel

Recklinghausen: Ab 1. September gibt es den elektronischen Aufenthaltstitel (eAT)

Pressemeldung vom 20. Juli 2011, 09:41 Uhr

Wer seinen Lebensmittelpunkt nach Deutschland verlegen will und dauerhaft hier bleiben möchte, benötigt dazu den so genannten Aufenthaltstitel.

Ab dem 1. September 2011 wird der bisherige Aufenthaltstitel, den die Ausländerbehörden derzeit als Klebeetikette ausstellen, durch den elektronischen Aufenthaltstitel (eAT) ersetzt.

Der eAT besitzt einen integrierten Chip, auf dem persönliche, aufenthaltsrechtliche und biometrische Daten (Lichtbild, Fingerabdrücke) gespeichert sind.

Darüber hinaus beinhaltet der eAT einen elektronischen Identitätsnachweis (eID). Diese eID-Funktion bietet zum Beispiel die Möglichkeit, sich bei Internetdiensten von Wirtschaft und Verwaltung (wie beispielsweise Banken und Behörden) elektronisch auszuweisen. Diese Funktion kann auf Wunsch ausgeschaltet werden.

Zur Einführung des eAT wurden alle EU-Mitgliedstaaten verpflichtet.

Das Ziel hierbei ist, die Aufenthaltstitel der Europäischen Union zu vereinheitlichen und durch die Nutzung biometrischer Daten die Bindung zwischen Dokumenteninhabern und Dokument zu erhöhen und vor missbräuchlicher Nutzung zu schützen.

Um die Datensicherheit zu gewährleisten, werden alle Informationen und Übertragungen durch ein Verschlüsselungsverfahren geschützt. Ein Berechtigungszertifikat regelt, wer auf die personenbezogenen Daten zugreifen darf. Nur berechtigten Stellen wird der Zugriff erlaubt.

Mit der Einführung des eAT zum 1. September 2011 muss nicht zwingend der bisherige Aufenthaltstitel gegen einen neuen eAT ausgetauscht werden. Die bisherigen Aufenthaltstitel in den Reisepässen und Passersatzpapieren behalten bis längstens 31. August 2021 ihr Gültigkeit.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat zu dem neuen eAT einen Flyer online zur Verfügung gestellt. Dieser ist in verschiedenen Sprachen erhältlich. Weitere Informationen gibt es auf der städtischen Internetseite: www.recklinghausen.de

Quelle: Stadt Recklinghausen – Öffentlichkeitsarbeit

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis