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Recklinghausen: Aktion „KOM(M)A KLAR!“ sensibilisiert Jugendliche für die Gefahren übermäßigen Alkoholkonsums

Pressemeldung vom 23. Februar 2017, 13:47 Uhr

Alkoholische Getränke sind Teil unserer Kultur. Sie gehören bei vielen Anlässen im gesellschaftlichen Leben von Erwachsenen dazu – bei der Geburtstagsparty genauso wie Silvester, bei einem guten Essen oder auch Karneval. Dass Alkohol aber auch Gefahren birgt, darüber informiert das Jugendamt der Stadt Recklinghausen aktiv regelmäßig junge Menschen.

Passgenau kurz vor Karneval ist zum achten Mal vom 16. bis zum 22. Februar die Alkoholpräventionsmaßnahme „KOM(M)A KLAR! – Alkohol sucht Opfer keine Gegner“ gestartet, an der die 8. Jahrgangsstufen der weiterführenden Schulen teilnahmen. Insgesamt knapp 400 Schülerinnen und Schüler von acht Schulen nahmen an der Aktion teil und absolvierten einen Parcours, der sie für die Gefahren übermäßigen Alkoholkonsums sensibilisierte.

Bei der ersten der insgesamt acht Stationen ging es darum, die Jugendlichen spielerisch an das Thema heranzuführen: Mithilfe einer sogenannten Rauschbrille wurde der Einfluss von Alkohol auf die Wahrnehmung und Motorik simuliert. Bei den weiteren Stationen erfuhren die Schülerinnen und Schüler dann unter anderem, wie sie sich verantwortungsbewusst einem alkoholisierten Menschen gegenüber verhalten, welchen Einfluss Werbung auf ihr Konsumverhalten hat und wie sich ein leckerer alkoholfreier Cocktail mixen lässt.

Welche Folgen übermäßiger Alkoholkonsum haben kann, machte die „Endstation“ deutlich. Hier wurden die Jugendlichen mit dem Thema Tod durch Alkoholmissbrauch konfrontiert. Ihre Eindrücke und Emotionen konnten sie anschließend gemeinsam mit Fachkräften besprechen.

Den Zeitpunkt der Präventionsaktion kurz vor Karneval wählte die Stadt bewusst, da während der Narrenzeit meist die Hemmschwelle, Alkohol in großen Mengen zu konsumieren, herabgesetzt ist. Viele Jugendliche erleben in dieser Zeit ihren ersten Rausch und nicht selten die erste Alkoholvergiftung.

Gesellschaftlich vorgelebt ist der Alkoholkonsum auch bei Jugendlichen an sich kein neues Phänomen. Bedenklich aber ist nicht nur der frühe Erstkonsum, sondern auch die konsumierten Mengen, das sogenannte „Komasaufen“ oder „binge drinking“. Nach wie vor kommt es durch den Konsum riskanter Mengen dazu, dass Jugendliche infolge einer Alkoholvergiftung stationär versorgt werden müssen. Die gesundheitlichen und sozialen Risiken, die der Alkoholkonsum mit sich bringt, sind nicht zu unterschätzen.

Die Veranstaltung fand in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kooperationspartnern wie Jugendzentren und Gesundheitseinrichtungen statt. 17 Institutionen aus der Kinder- und Jugendarbeit, Sucht- und Drogenberatungsstellen sowie der Fachdienst Gesundheit Kreis Recklinghausen engagierten sich bei der Präventionsveranstaltung. Das Bestattungsunternehmen Konert, das Sanitätshaus Lückenotto sowie die evangelische methodistische Kirchengemeinde stellten Material zur Verfügung.

Quelle: Stadt Recklinghausen – Öffentlichkeitsarbeit

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