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Recklinghausen: Ausstellungseröffnung „Bikernieki – Wald der Toten“ und Gedenkveranstaltung

Pressemeldung vom 23. Januar 2013, 08:08 Uhr

Am 24. Januar 1942 fand die Deportation der Juden aus Recklinghausen über Gelsenkirchen und Dortmund in das Ghetto Riga statt. Am 2. und 3. November 1943 erfolgte ihre Massentötung bei der Räumung des Ghettos. 70 Jahre später thematisiert die Ausstellung „Bikernieki – Wald der Toten“ die Deportation deutscher Juden, ihre Ermordung und das Gedenken daran.

Diese Ausstellung des Riga-Komitees, dem die Stadt Recklinghausen seit 2009 angehört, wird am Donnerstag, 24. Januar, im Recklinghäuser Rathaus eröffnet. Sie ist Teil der Gedenkveranstaltung, die in Zusammenarbeit mit dem Riga-Komitee/Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, den Jüdischen Gemeinden Recklinghausen und Gelsenkirchen und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Recklinghausen stattfindet.

Bürgermeister Wolfgang Pantförder wird die Ausstellung eröffnen. Mit dabei sind andere Vertreter der Städte aus dem Vest und aus Gelsenkirchen. Ebenso nehmen Vertreter weiterer RIGA-Städte teil: Dr. Angelika Kordfelder (Bürgermeisterin Rheine), Dr. Olaf Gericke (Landrat Warendorf) und Dr. Kai Zwicker (Landrat Borken).

Nach der Eröffnung werden Vorträge im Großen Sitzungssaal gehalten. Prof. Dr. Reinhard Klenke (Regierungspräsident/Volksbund) erzählt in seinem Vortrag über die Versöhnungs- und Erinnerungsarbeit des Riga-Komitees, Georg Möllers (Beigeordneter der Stadt Recklinghausen) über das Verfolgungsschicksal jüdischer Familien in Recklinghausen. Judith Neuwald-Tasbach (Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen) thematisiert die Bedeutung des Gedenkens für Familien und Gemeinden. Dr. Jürgen Schwark (Vorsitzender der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit) beendet die Gedenkveranstaltung mit abschließenden Worten.

Das Vokalensemble der Jüdischen Gemeinde Recklinghausen und das Ensemble für Alte Musik, „Audite“ von der städtischen Musikschule, begleiten die Gedenkveranstaltung musikalisch.

Quelle: Stadt Recklinghausen – Öffentlichkeitsarbeit

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