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Recklinghausen: Eröffnungsfeier der „Woche der Brüderlichkeit“ 2018 in Recklinghausen

Pressemeldung vom 14. März 2017, 15:46 Uhr

Die zentrale Eröffnungsfeier der bundesweiten „Woche der Brüderlichkeit“ findet im nächsten Jahr im Recklinghäuser Ruhrfestspielhaus statt.

„Dass unser Ruhrfestspielhaus nach der Paulskirche der nächste Gastgeber für dieses wichtige Ereignis sein wird, erfüllt uns mit großer Freude und auch Stolz“, sagt Bürgermeister Christoph Tesche.

Der Dialog zwischen Christen und Juden, Gedenkkultur und Aufarbeitung der Shoa sind Teil der Woche der Brüderlichkeit, deren Hauptveranstaltung die Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille ist. Sie wird an Persönlichkeiten oder Initiativen vergeben, die sich um die Verständigung zwischen Christen und Juden verdient gemacht haben.

Veranstaltet wird die „Woche der Brüderlichkeit“ bundesweit von den Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. „Zum 65. Mal wird die Woche der Brüderlichkeit in Deutschland, inzwischen in über 80 Gesellschaften begangen, seit 1961 auch bei uns im Kreis Recklinghausen mit zahlreichen Veranstaltungen“, sagt Gerda Koch, Vorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Kreis Recklinghausen.

Zur Vorbereitung eines umfangreichen Rahmenprogramms für März 2018 ist die Gesellschaft bereits in intensiven Gesprächen mit der Synagogengemeinde, den Kirchen, künstlerischen Institutionen, Vereinen und Verbänden sowie Schulen. „Wir freuen uns, dass wir mit dieser Idee auch bei der Stadt und dem Kreis Recklinghausen auf offene Ohren und auf große Unterstützung gestoßen sind“, sagt Koch.

Die diesjährige bundesweite Eröffnung der „Woche der Brüderlichkeit“ fand am ersten März-Wochenende in Frankfurt statt. Ort der großen Eröffnungsveranstaltung am Sonntagmorgen war die traditionsreiche Paulskirche, Wiege der demokratischen Bewegung in der deutschen Geschichte.

Unter den Teilnehmern waren in diesem Jahr mehrere Vertreter der Christlich-Jüdischen Gesellschaft aus Recklinghausen und der Stadtspitze.

„Die Christlich-Jüdische Zusammenarbeit ist gerade in dieser Zeit als Grundbeitrag zur Toleranz und Zivilcourage so wichtig wie nie zuvor“, betont Bürgermeister Tesche. Besonders beeindruckt zeigte sich Tesche vom Vortrag des EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm, der sich sehr kritisch und offen mit der Hypothek der Judenfeindschaft in den Schriften Martin Luthers auseinandersetzte. Die Buber-Rosenzweig Medaille, die jährlich vergeben wird, erhielt in diesem Jahr eine evangelische Arbeitsgemeinschaft, die sich seit Jahrzehnten bundesweit für die Verbesserung des Christlich-Jüdischen Verhältnisses einsetzt.

Eindrucksvoll war die Laudatio durch den Ehrenvorsitzenden der Dachorganisation, des Deutschen Koordinierungsrats der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (DKR), Dr. Henry Brandt. Die Recklinghäuser Synagogen-Gemeinde und die Bürgerschaft kennen ihn als ehemaligen Landesrabbiner von Dortmund, der häufig die Gemeinde bei ihren Festen und Gedenkfeiern für die Holocaust-Opfer auf dem jüdischen Friedhof unterstützte und mitwirkte.

Quelle: Stadt Recklinghausen – Öffentlichkeitsarbeit

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