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Recklinghausen: Flüchtlings-Notunterkunft in der Helmut-Pardon-Halle – Vorbereitungen schreiten gut voran

Pressemeldung vom 9. Juli 2015, 08:26 Uhr

Ab Montag, 13. Juli, werden bis zu 130 Flüchtlinge in Recklinghausen erwartet. Ihnen wird auf dringliche Bitte des Landes Nordrhein-Westfalen voraussichtlich bis Ende Oktober die Helmut-Pardon-Sporthalle in Suderwich als Notunterkunft zur Verfügung gestellt. Die Vorbereitungen dafür schreiten gut voran.

Viele Stellen arbeiten zusammen: Stadt- und Kreisverwaltung Recklinghausen, Bezirksregierung Münster, das Deutsche Rote Kreuz (DRK), das Technische Hilfswerk (THW), die Feuerwehr und die Polizei. Vertreter davon waren mehrfach vor Ort in der Sporthalle und haben sich zudem in Form eines Koordinierungsstabs getroffen, um die Planungen zu konkretisieren.

„Bei dem Treffen sind wir 29 Punkte durchgegangen, die von der Registrierung und Weiterleitung der Menschen, über medizinische Eingangsuntersuchungen und weitere ärztliche Versorgung, Logistik, Essen, Betreuung, Dolmetscher, Reinigung bis hin zu Spielangeboten für Kinder und Jugendliche reichen“, sagt Stadtkämmerer Ekkehard Grunwald. „Wir sind gut vorbereitet auf die Ankunft der Frauen, Männer und Kinder und werden in den kommenden Tagen noch weitere Details klären.“

Kräfte des DRK und des THW werden am Samstag, 11. Juli, mit dem Aufbau der Betten und Sanitäranlagen usw. beginnen. 130 Personen können in der Helmut-Pardon-Halle aufgenommen werden. Das ist die maximale Anzahl, um gleichzeitig den Diskretionsbereich zu wahren.

Noch nicht bekannt ist, wie viele Flüchtlinge an welchen Tagen nach Recklinghausen kommen und aus welchen Ländern sie stammen. „Zu rechnen ist mit einer hohen Fluktuation“, sagt Grunwald. „Die Männer, Frauen und Kinder können nach wenigen Tagen bis zwei Wochen in die Kommune gebracht werden, in der sie dann für die Dauer des Asylverfahrens leben.“

In der nächsten Woche wird sich Bürgermeister Christoph Tesche gemeinsam mit dem Regierungspräsidenten Prof. Dr. Reinhard Klenke ein Bild von der Situation vor Ort machen.

Über Ausweichmöglichkeiten für die Sportler, insbesondere der SG Suderwich, die die Halle nutzen, gibt es weiterhin Gespräche zwischen Stadt und Verein.

Ein Ansprechpartner für alle Bürgerinnen und Bürger, die konkrete Fragen zur Unterkunft in Suderwich haben, wird Ende dieser Woche bekannt gegeben.

Wer etwas spenden möchte, kann sich an das DRK unter der Tel. 02361/93930 wenden. Spenden können nicht vor Ort an der Halle angenommen werden.

Immer mehr Flüchtlinge und Asylsuchende kommen nach Deutschland. Die Städte haben die Pflicht, Flüchtlinge aufzunehmen und keinen Einfluss darauf, wie viele ihnen zugeteilt werden. Aus diesem Grund hat die Stadt Recklinghausen gar keine andere Möglichkeit, als eine Dreifach-Sporthalle als Notunterkunft zur Verfügung zu stellen. Es ist vereinbart worden, dass das Land die Kosten für die Unterbringung der Asylsuchenden übernimmt.

Quelle: Stadt Recklinghausen – Öffentlichkeitsarbeit

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