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Recklinghausen: Gegen das Vergessen: Verlegung von Stolpersteinen

Pressemeldung vom 22. Dezember 2016, 16:00 Uhr

Zur Weiterentwicklung der Recklinghäuser Gedenkkultur sind in Recklinghausen vier weitere Stolpersteine am Dienstag, 20. Dezember, an der Bochumer Straße 137 enthüllt worden. In Verbindung mit Biografien, die im Online-Gedenkbuch verknüpft werden, sollen die Steine ein Zeichen gegen das Vergessen der NS-Diktatur in Recklinghausen setzen. Auch Bürger waren zu dieser Aktion eingeladen.

Die vier Stolpersteine an der Bochumer Straße erinnern an die Familie Menschenfreund: An die Eltern Julius und Berta Menschenfreund sowie an Tochter Mia und Sohn Dagobert Menschenfreund. In den letzten Wochen haben Schülerinnen und Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums und des Max-Borns-Berufskollegs sich für Spenden zur Finanzierung der Stolpersteine engagiert.

Enthüllt worden sind die Stolpersteine von Bürgermeister Christoph Tesche (m.), dem Ersten Beigeordneten Georg Möllers (l.), sowie von Vertretern der Jüdischen Kultusgemeinde, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, den Schülern der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule und des Theodor-Heuss-Gymnasiums. Vier Stolpersteine in der Altstadt erinnern bereits seit 2015 an die Eheleute Selma und Robert Markus sowie ihre Töchter Ruth und Ilse.

Zum Online-Gedenkbuch der Stadt Recklinghausen: Darin wurden inzwischen 900 Opfernamen aufgenommen, über die zum Teil bereits Biografien erarbeitet werden konnten. Das Gedenkbuch ist unter www.recklinghausen.de/gedenkbuch zu finden.

Quelle: Stadt Recklinghausen – Öffentlichkeitsarbeit

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