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Recklinghausen: „Menschenhandel in Birbuthsneppe und andere Alltagssorgen

Pressemeldung vom 5. Juli 2011, 13:57 Uhr

Mittelalterliche Urkunden aus dem Kloster Flaesheim an der Lippe“

Am Samstag, den 9. Juli 2011, um 11 Uhr findet in den Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum die Eröffnung einer Sonderausstellung des Antikenmuseums statt.

Hinter dem Titel: „Menschenhandel in Birbuthsneppe und andere Alltagssorgen. Mittelalterliche Urkunden aus dem Kloster Flaesheim an der Lippe“ verbirgt sich die Präsentation der Ergebnisse eines Projektes am Seminar für Klassische Philologie der Ruhr-Universität Bochum, das sich mit Urkunden des 13. Jahrhunderts aus dem ehemaligen Kloster beschäftigte. Studierende und Lehrende lasen, transkribierten, übersetzten und erläuterten in einer Lehrveranstaltung gemeinsam die handschriftlich auf Pergament in mittelalterlichem Latein überlieferten Rechtstexte.

Das Stadt- und Vestische Archiv Recklinghausen (Aufbewahrungsort der Urkunden) und die Arenberg-Recklinghausen GmbH (Eigentümerin des Archivgutes) ermöglichten in großzügiger Weise Ausleihe und Präsentation der kostbaren Pergamente mit ihren eindrucksvollen Wachssiegeln in Bochum. In fünf Themenbereiche geordnet geben die Urkunden unmittelbaren Einblick in den Alltag eines Klosters mit Regelungen über Menschenhandel, Wachszins und Stiftungen oder über das Vererben, Verkaufen, Tauschen und Verwalten von Gütern. Nicht zuletzt erzählen sie auch aus der Rechtsgeschichte und dem Kanzleihandwerk, von der Pergament- bis zur Siegelherstellung der damaligen Zeit. Deutlich wird das enge wirtschaftliche und rechtliche Beziehungsgeflecht, das das Kloster mit den verschiedenen Ortschaften im Umland verband. Wer das Vest Recklinghausen kennt, wird überrascht sein, noch heute gebräuchliche Ortsnamen und Gemarkungsangaben bereits in mittelalterlicher Überlieferung wiederzufinden.

Quelle: Stadt Recklinghausen – Öffentlichkeitsarbeit

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