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Recklinghausen: Nachfolgenutzung für Saalbaugelände an Dorstener Straße

Pressemeldung vom 11. Juli 2011, 14:18 Uhr

Voraussichtlich im kommenden Jahr soll das städtische Saalbaugebäude an
der Dorstener Straße abgerissen werden. Geplant ist an gleicher Stelle
eine hochwertige Wohnbebauung entlang der Dorstener Straße. Den
derzeitigen Entwurfs- und Planungsstand zur Nachfolgenutzung hat
Bürgermeister Wolfgang Pantförder am Dienstagabend dem Ältestenrat
vorgestellt.

„Wir wollen im Bereich der Innenstadt hochwertiges Wohnen möglich
machen, das Gewerbe mit einbeziehen kann“, sagt Pantförder.

Der Entwurf, der ein Gemeinschaftswerk von drei unterschiedlichen
Fachbereichen ist (Fachbereich Planen, Umwelt, Bauen; Fachbereich
Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing, Liegenschaften; Fachbereich
Gebäudewirtschaft), sieht folgendes vor:

1. Einzelhäuser auf der westlichen Fläche des bisherigen
Saalbaugeländes: Aufgelockerte Bebauung. Häuser sollen aus etwa drei
Geschossen und einem Dachgeschoss bestehen.

2. Markenzeichen der neuen Bebauung soll ein kleiner Platz auf Höhe der
Limperstraße werden – zwischen Cäcilienhöhe/Dorstener Straße: Von dort
führt die Treppe zur Cäcilienhöhe, um die Verbindung für Fußgänger zu
erhalten.

3. Mehrgeschossige Bebauung auf der östlichen Fläche: Möglicherweise
können in diesem östlichen Bereich kleine Läden oder Cafés jeweils im
Erdgeschoss angesiedelt werden.

Insgesamt beschränkt sich die Bebauung auf den vorderen Bereich, der
hintere soll wegen seiner Grünflächen unangetastet bleiben. Daher können
dort Gärten angelegt werden, ebenso wird es Platz für Vorgärten geben.
Hinter dem Saalbau befinden sich ehemalige Luftschutzstollen, die durch
das Konzept nicht berührt werden.

„Unser städtebauliches Konzept sieht vor, dass wir die beabsichtigte
Nachfolgenutzung des Saalbaugeländes so umgebungsverträglich wie möglich
gestalten“, sagt Andreas Rapien, Fachbereichsleiter Planen, Umwelt,
Bauen.

Das Büro Feja + Kemper hat das Konzept der Stadtverwaltung aus
architektonischer Sicht weiterentwickelt, ausgearbeitet und
digitalisiert. Der Entwurf zur Nachfolgenutzung kann nun von den
Parteien diskutiert werden. Voraussichtlich am 12. September wird die
Verwaltung das Konzept im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt
vorstellen. Der Rat entscheidet abschließend, was mit dem Saalbaugebäude
passieren und wie die künftige Nutzung des Geländes aussehen soll.

Sollte der Rat grünes Licht geben, könnte ab 2013/2014 mit der
Vermarktung der Grundstücke begonnen werden. „Aus unserer Sicht sind die
Chancen für
eine erfolgreiche Vermarktung an diesem Standort gut“, sagt Axel
Tschersich, Fachbereichsleiter Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing,
Liegenschaften.

Die Abrisskosten sollen im städtischen Haushalt abgebildet werden. Die
Fachingenieure von FB 18 werden im Herbst auf Basis des städtebaulichen
Konzeptes die Kostenschätzung vornehmen, die dann Basis der
Ausschreibung (nach Haushaltsfreigabe) im Laufe des Jahres 2012 wird.
Der für 2012/2013 avisierte Abriss (abhängig von der Haushaltslage)
sowie die Geländeaufbereitung der zukünftigen Wohnbauflächen werden im
Budget FB 15, Abteilung Liegenschaften/Flächenmanagement, dargestellt,
die öffentlichen Flächen (der Platz, Durchweg) im Budget des
Fachbereichs 62 Ingenieurwesen.

Zur Geschichte:

Das Saalbaugebäude ist im Jahre 2000 wegen brandschutztechnischer
Mängel geschlossen worden. Seitdem ist es ungenutzt, eine
Revitalisierung scheiterte an einem finanzierbaren Gesamtkonzept.
Nachdem das Land Nordrhein-Westfalen 2009 einen Zuschuss in Aussicht
gestellt hatte, lobte die Stadt Recklinghausen einen
Realisierungswettbewerb zur Wiederherstellung des Saalbaus aus. Das Büro
Feja + Kemper gewann den Wettbewerb. Weil das Land den Zuschuss 2010
jedoch strich, ist eine Revitalisierung wirtschaftlich nicht mehr
vertretbar.

Quelle: Stadt Recklinghausen – Öffentlichkeitsarbeit

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