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Recklinghausen: Wohnungen für Flüchtlinge

Pressemeldung vom 22. Juli 2015, 16:42 Uhr

Die Zahl der Asylsuchenden hat in den letzten Monaten stark zugenommen. Die Stadt Recklinghausen ist gesetzlich verpflichtet, Asylsuchende, die aus den Ersteinrichtungen des Landes NRW zugewiesen werden, unterzubringen und zu betreuen. Dafür gibt es die Übergangsheime an der Vinckestraße und der Herner Straße. Die Stadtverwaltung sucht aber auch Wohnungen für Asylbewerber, die eine Perspektive auf einen dauerhaften Aufenthalt in der Stadt Recklinghausen haben, und bittet daher private Vermieter und Wohnungsgesellschaften, Wohnungen für eine Anmietung zur Verfügung zu stellen.

„Wir wollen, gerade weil immer mehr Flüchtlinge nach Deutschland kommen, dezentrale Unterbringungs- und gute Integrationsmöglichkeiten schaffen und deshalb Wohnungen im ganzen Stadtgebiet vermitteln“, sagt der Erste Beigeordnete Georg Möllers.

Gesucht werden Wohnungen für Alleinstehende mit bis zu 50 Quadratmetern, für zwei Personen mit bis zu 65 Quadratmetern und für Familien mit mehr als 100 Quadratmetern. „Seit wenigen Monaten befasst sich Frank Franke, einer unserer Mitarbeiter, gezielt mit der Wohnungssuche“, sagt Möllers. „Er ist intensiv bemüht, am Wohnungsmarkt geeignete Angebote zu finden.“

Dabei arbeitet Franke mit dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) und dem Caritasverband Recklinghausen zusammen. „Der enge Kontakt mit dem Sozialdienst katholischer Frauen und der Caritas ist sehr wichtig, denn sie betreuen die Flüchtlinge in den Übergangsheimen und unterstützen sie auch nach dem Umzug in eine Wohnung in allen Lebensbereichen“, sagt Franke. „Ich lerne natürlich auch die Flüchtlinge in den Unterkünften gut kennen, um eine passende Wohnung für sie zu finden.“

Wer eine Wohnung an Flüchtlinge vermieten möchte, kann sich an Frank Franke wenden unter der Handynummer 0175/9350832 oder per E-Mail an soziales@recklinghausen.de.

Hintergrund: In 2014 und 2015 hat die Verwaltung bereits circa 182 Personen in Wohnungen vermitteln können. Aber auch wenn die Verwaltung in ständigem Kontakt mit privaten Vermietern und Wohnungsgesellschaften steht, werden durch die Vermittlung in Wohnungen nicht ausreichend Kapazitäten geschaffen.

Denn auf der einen Seite stehen nicht genug geeignete Wohnungen für die Anmietung zur Verfügung, insbesondere für Ein-Personen-Haushalte und für größere Familien. Deshalb gibt es jetzt den Aufruf der Stadt Recklinghausen.

Auf der anderen Seite muss die Mietfähigkeit der Asylbewerber individuell betrachtet werden. Aus diesem Grund ist der Aufenthalt im Übergangswohnheim darauf ausgerichtet, dass Asylsuchende und ausländische Flüchtlinge mit einem perspektivisch längeren Aufenthaltsstatus dazu befähigt werden, ein selbstbestimmtes, menschenwürdiges Leben zu führen. Dazu gehört auch die Förderung der Wohnfähigkeit, damit diese Personen in der Lage sind, sich zu integrieren und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können.

Dieser Prozess erfolgt in zwei Schritten: Die Unterbringung im Übergangswohnheim dient der Orientierung und der Vorbereitung der Integration. Die Bewohnerinnen und Bewohner können sich gegenseitig unterstützen und die Vor-Ort-Betreuung durch den betreuenden Verband (Sozialdienst katholischer Frauen) in Anspruch nehmen. Der Prozess zur Förderung beziehungsweise Feststellung der Wohnfähigkeit dauert grundsätzlich sechs Monate. Er kann im Einzelfall länger oder kürzer ausfallen.

Bei einer günstigen Prognose ihrer Integrationsfähigkeit und ihres Aufenthaltsstatus sollen erhalten die Bewohnerinnen und Bewohner die Möglichkeit, eine Privatwohnung zu beziehen. Sofern sie noch Unterstützung benötigen, erfolgt die weitere Betreuung in der eigenen Wohnung durch Sozialarbeiter des Caritasverbandes.

Quelle: Stadt Recklinghausen – Öffentlichkeitsarbeit

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