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Remscheid: Keine Angst vor Ringelnattern im Kompost

Pressemeldung vom 7. Juli 2011, 15:11 Uhr

Zurzeit gehen bei der unteren Landschaftsbehörde (ULB) der Stadt vermehrt Anrufe zu Schlangenbeobachtungen und Eigelegen in Privatgärten ein. Die Experten beruhigen: In Remscheid gibt es keine wildlebenden Giftschlangen. Neben der harmlosen bräunlichen Blindschleiche kommt hier die Ringelnatter vor, die bis 100 Zentimeter lang werden kann. Die Ringelnatter ist scheu und beißt nicht. Nur in Bedrängnis kann sie sich aggressiv verhalten und manchmal laut zischen.

Zu erkennen ist die Ringelnatter an der graugrünen bis schwarzen Hautfärbung. Charakteristisch ist das mondsichelförmige Mal am Kopf. Dieses Mal ist in der Regel gelb, kann aber auch weiß oder orangerot sein.

Durch den stetigen Rückgang natürlicher Feuchtlebensräume suchen Ringelnattern gerne sonnige Gärten und Kleingartenanlagen auf. Je nach Witterung legen sie von Juni bis August ihre ovalen, weißlichen bis bräunlichen Eier (Färbung erinnert an Champions) in zusammenhängenden Gelegen an warmen geschützten Stellen ab. Häufig sind das Mist- oder Komposthaufen. Dank der Wärme, die bei der Zersetzung des organischen Materials entsteht, entwickeln sich in 20 bis 40 Eiern kleine Ringelnattern, die im September schlüpfen.

Die ULB Remscheid bittet darum, in den nächsten acht Wochen darauf zu verzichten, Mist- oder große Komposthaufen in Feuchtgebieten und in Gewässernähe umzusetzen. Die stark gefährdete Ringelnatter steht wie alle einheimischen Schlangen unter Naturschutz.

Quelle: Presseinformation der Stadt Remscheid

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