Energiewechsel

Rheinberg: Warum keine kompostierbaren Plastiktüten in die Biotonne?

Pressemeldung vom 22. Juli 2011, 15:41 Uhr

Rheinberg. Bei der letzten Biotonnenentleerung ist wieder einmal aufgefallen, dass vermehrt Biotonnen mit Plastiktüten und anderem Restmüll befüllt waren, so dass der Abfall nicht als Bioabfall entsorgt werden konnte. Doch warum dürfen keine kompostierbaren Plastiktüten in die Biotonne?
Das getrennte Sammeln von kompostierbaren Küchenabfällen ist nach wie vor ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz. Aus Ihrem Biomüll wird wertvoller Humus gewonnen. Die Abfallberatung der Stadt Rheinberg bedankt sich ausdrücklich bei der großen Mehrheit, die ihre Biotonne sachgerecht nutzen.
Aber: Nicht kompostierbare Stoffe (sogenannte Störstoffe) in den Biotonnen – wie zum Beispiel Plastiktüten – werden zunehmend zu einem Problem.

Der Handel hält kompostierbare Plastiktüten bereit. Aber diese sogenannten Biokunststoffe bereiten im Kompostwerk Probleme, weil sie sich nicht rasch genug zersetzen. Die Rottedauer liegt deutlich über der von normalen Biomüll. So wird letztlich auch die kompostierbare Plastiktüte samt Inhalt zum Störstoff. Hinzu kommt, dass das Sortierpersonal im Kompostwerk Plastiktüten von kompostierbaren Plastikmülltüten schlecht unterscheiden kann. Deshalb wird Biomüll, der in Plastiktüten gesammelt wird, generell als Störstoff aussortiert – unabhängig davon, ob es sich um kompostierbare oder nicht kompostierbare Tüten handelt.
Und das ist Ihr Geld!
Die Verwertung von einer Tonne Biomüll kostet 109,20 €. Die Entsorgung von einer Tonne Restmüll 216,80 €. Also deutlich mehr Ihres Geldes!

Tipp: Verwenden Sie feste Papiertüten oder Zeitungspapier. Solche Papiertüten sind überall in Handel erhältlich.

Quelle: Stadt Rheinberg

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