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Sankt Augustin: Aktiv für Fledermäuse, Wildkräuter und eine saubere Landschaft

Pressemeldung vom 20. Juni 2011, 09:54 Uhr

Drei spannende Bundesfreiwilligenstellen im städtischen Umweltbüro zu besetzen

Sankt Augustin – Insgesamt 56 Zivildienstleistende waren während der letzten 22 Jahre im Auftrag des städtischen Büros für Natur- und Umweltschutz für Sankt Augustins Natur aktiv. Ihre Einsatzorte waren dabei so vielfältig wie ihre Tätigkeiten, sowohl unter freiem Himmel im gesamten Stadtgebiet als auch im Innendienst im Rathaus. Werkzeugkasten und Müllbeutel gehörten bei ihren Einsätzen in jedem Fall zur Grundausstattung. Flexibilität und Kreativität waren häufig gefragt – und ihre Aufgaben haben im Laufe der Zeit stark zugenommen.

Den Anstoß für die Einrichtung der Zivildienststellen gab ursprünglich ein Antrag der Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Herbst 1987. Am 1.1.1989 startete dann der erste „Zivi“ seinen Dienst für das Umweltbüro, der damals noch 20 Monate dauerte.

Rainer Gleß, Erster Beigeordneter der Stadt Sankt Augustin, verabschiedete nun Matthias Pütz, der Ende Juni 2011 als letzter Zivildienstleistender das Umweltbüro verlässt. Er war von Oktober 2010 bis März 2011 als Umwelt-Zivi tätig und hat seinen Dienst auf eigenen Wunsch um drei weitere Monate verlängert.

Ob die Nisthilfen für Vögel und die Fledermausquartiere im Niederpleiser Wald, der Wildkraut-Acker auf dem Mendener Friedhof oder die Kleingewässer nördlich des Hangelarer Flughafens – zahlreiche der insgesamt etwa 40 Biotopflächen im Sankt Augustiner Stadtgebiet hat der 19-jährige während seiner Zivildienstzeit kennengelernt. Diese besonderen Biotopflächen brauchen immer wieder pflegende Eingriffe, damit die Natur-Besonderheiten wie Kreuzkröte, Großer Wiesenknopf, Kornrade & Co in Sankt Augustin eine dauerhafte Bleibe behalten. Nach festgelegten Pflegeplänen werden beispielsweise Wiesen gemäht, Schnittgut abgefahren, Gehölze zurückgeschnitten, Laichtümpel gereinigt, die Samen seltener Ackerwildkräuter geerntet und wilder Müll aus der Landschaft entfernt.

Zukünftig erhalten ehrenamtlich Tätige im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) die Möglichkeit, sich in gleicher Weise aktiv für den Umwelt-, Natur- und Artenschutz in Sankt Augustin einzusetzen. Insgesamt drei Stellen hat das Umweltbüro zu besetzen. Zu tun gibt es mehr als genug für die zukünftigen freiwilligen Naturschützer, die im Auftrag des Büros für Natur- und Umweltschutz der Stadt Sankt Augustin unterwegs sind. Der Dienst beim Umweltbüro eignet sich beispielsweise sehr gut zur Vorbereitung auf ein naturwissenschaftliches Studium (Biologie, Geologie, Landschaftsplanung, Landschaftspflege u.ä.). Geboten wird neben gezielten fachlichen Qualifizierungen und Fortbildungen ein monatliches Taschengeld sowie Sozialleistungen durch den Arbeitgeber.

Das gesamte Tätigkeitsfeld reicht von Pflege- und Artenschutzmaßnahmen in städtischen Biotopen (z.B. Mahdarbeiten, Rückschnitte, Teichreinigung, Nistkastenkontrolle, Pflanz- und Aussaataktionen) über Kontrolldienste im Rahmen des Landschaftsschutzes (z.B. Bau und Reparatur von Zaunanlagen und Infotafeln) bis hin zur Mithilfe in der Öffentlichkeitsarbeit und bei Aktionen des Umweltbüros.

Vorausgesetzt werden vor allem handwerkliches Geschick, Flexibilität und Kreativität. Bewerberinnen und Bewerber sollten mindestens 18 Jahre alt sein, selbständiges Arbeiten gewohnt sein, Interesse an Naturschutz und Ökologie mitbringen und wenn möglich im Besitz eines Führerscheins sein. Die drei Stellen können ab sofort besetzt werden, die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 39 Stunden.

Interessierte erhalten nähere Informationen bei Gerhard Kasper, dem Leiter des städtischen Büros für Natur- und Umweltschutz, Tel.: 02241 – 243 269 oder unter umweltbuero@sankt-augustin.de.

Weitere BFD-Stellen bietet die Stadt Sankt Augustin im Jugendzentrum Matchboxx in Mülldorf, im Jugendtreff Café Leger in Mülldorf, auf dem Abenteuerspielplatz, sowie in der Seniorenbegegnungsstätte CLUB an.

Bewerbungen nimmt Nataly Nieland vom Fachbereich Zentrale Dienste der Stadt Sankt Augustin entgegen.
Tel. 02241 – 243 212
E-Mail: nataly.nieland@sankt-augustin.de

Quelle: Stadt Sankt Augustin

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