Energiewechsel

Schlangen: Bürgerbewegung fordert Ende der Nationalpark-Planungen durch Land NRW

Pressemeldung vom 9. Januar 2013, 09:24 Uhr

Mit Verwunderung nimmt die Bürgerbewegung Unser Teutoburger Wald die Entscheidung des NRW-Umweltministers zur Kenntnis, das seit einem Jahr in Bad Lippspringe eingerichtete Nationalpark-Informationszentrum trotz des Aus für den Nationalpark im Teutoburger Wald weiter zu betreiben. „Herr Remmel hatte von Anfang an eine fachlich unzulängliche Planung für den von ihm geplanten Nationalpark im Teutoburger Wald vorgelegt. Das ist vom Kreis Lippe und dem Landesverband Lippe folgerichtig gestoppt worden“, so der Sprecher der Bürgerbewegung, Ralph Gerdes. „Jetzt will Remmel das ganze Spiel von vorn beginnen und einen Nationalpark in der benachbarten Senne planen, die (a) als Truppenübungspatz genutzt und laut Verteidigungsministerium gar nicht zur Verfügung steht und (b) überhaupt nicht für einen Nationalpark geeignet ist.“ Die Senne ist nämlich eine Jahrhundert alte Kulturlandschaft und kein Urwald. Den naturschutzfachlichen Kriterien der Dachorganisation für Nationalparke würde die Senne damit nicht genügen. Da Remmel dies wisse, habe er deren Eignung als Nationalpark auch nicht beim Bundesamt für Naturschutz überprüfen lassen, wie dessen Leiterin jüngst bestätigte.

„Remmel wollte sich für die Senne keine Abfuhr holen und plant erneut einen Nationalpark in Ostwestfalen, bei dem von Anfang an klar sei, das das Vorhaben scheitern werde“, so Gerdes weiter. Symbolisch für diesen Dilettantismus sei die Einrichtung eines Nationalpark-Informationszentrums Anfang 2012 in Bad Lippspringe, das von zwei Förstern des Landesbetriebes Wald und Holz geleitet werde. Der einzige Nationalpark in NRW, über den man sich aber dort informieren könne, liegt in genau 250km Entfernung in der Eifel.

„Statt sein Scheitern in Sachen Nationalpark einzugestehen und sich an Recht und Gesetz zu halten, entpuppe sich Remmel immer mehr als grüner Minister, der von der Lobby der Naturschutzverbände und linken Friedensaktivisten vor sich her getrieben werde“, so Gerdes. Die Bürgerbewegung hat schon vor einem Jahr auf die massiven Geldaufwendungen des Landes NRW in Sachen Nationalpark-Planung (Beraterkosten, Werbung, Zuschüsse für Lobbyarbeit der Naturschutzverbände) hingewiesen, die von dieser teils verschleiert über Landesstiftungen und Landesbetriebe getätigt worden seien. Gerdes kritisiert: „Jetzt geht das ganze ungebremst weiter!“ und fordert ein Ende der Nationalpark-Planungen in OWL.

Quelle: Ralph Gerdes

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