Energiewechsel

Schwerte: Unzuverlässige Hundehalter müssen mit Strafen und Geldbußen rechnen

Pressemeldung vom 7. Juni 2011, 13:29 Uhr

Schwerte. Hundehalter aufgepasst: Stattliche Geldstrafen bzw. Geldbußen werden fällig, wenn man als Halter eines sogenannten „Großen Hundes“ seine Pflichten nach dem Landeshundegesetz verletzt. So wurde kürzlich auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hagen wegen einer Missachtung der Anlein- und Aufsichtspflicht in Verbindung mit fahrlässiger Körperverletzung gegen einen Schwerter Hundehalter durch das Amtsgericht Schwerte eine Geldstrafe von 600 Euro zuzüglich der Verfahrenskosten festgesetzt, weil dessen Hund unangeleint auf der Straße herumlief und eine Passantin verletzte. Der Hundehalter war, so das Amtsgericht, verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, dass der unbeaufsichtigt auf seinem Grundstück frei laufende Hund nicht auf die Straße gelangt. Der Halter hätte erkennen können und müssen, dass der Hund eine derartige Verhaltensweise an den Tag legt, daher hätte er entsprechende Vorkehrungen treffen müssen.

Aber auch ohne Vorliegen einer Körperverletzung Dritter kann es teuer werden, wenn man einen Hund (dazu fallen auch die übrigen „kleinen“ Hunde) nicht so führt und beaufsichtigt, dass von ihnen keine Gefahr für das Leben und die Gesundheit von Menschen und Tieren ausgeht: Die Stadt Schwerte kann als zuständige Behörde Ordnungswidrigkeiten mit einer Geldbuße bis zu 100.000 Euro ahnden.
So wurden durch die Stadt in der Vergangenheit Geldbußen gegen Hundehalter festgesetzt, die gegen die Anleinpflicht verstoßen hatten oder die für die Haltung eines „Großen Hundes“ erforderlichen Nachweise (Nachweis über den Abschluss einer Haftpflichtversicherung, Nachweis über die Mikrochip-Indentitätskennzeichnung und Beibringung einer Sachkundebescheinigung) trotz Aufforderung durch den Bereich Ordnung nicht erbrachten.
Wegen der vielen Verstöße, der daraus resultierenden Gefahren für Dritte und auch wegen der Uneinsichtigkeit vieler Hundehalter wird die Stadt Schwerte neben der Verhängung von Bußgeldern künftig auch Zwangsgelder ab 200 Euro aufwärts festsetzen, um die Einhaltung der Vorschriften des Landeshundegesetzes durchzusetzen.
Bußgelder drohen auch denjenigen, die ihren Hund nicht oder nicht rechtzeitig bei der Stadt Schwerte zur Hundesteuer anmelden. Oft sind es Nachbarn, die bei der Stadt Anzeige erstatten, wenn ihnen Hunde ohne Steuermarke auffallen. Die Nichtzahlung von Hundesteuern stellt einen Verstoß gegen die Hundesteuersatzung dar, auch hier wurden in der Vergangenheit dreistellige Geldbußen und erhebliche Nachzahlungen fällig.

Quelle: Stadt Schwerte

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis