Energiewechsel

Schwerte: Zukunft für haushaltswirtschaftliche KiTa-Kräfte gesichert

Pressemeldung vom 20. Juli 2011, 11:02 Uhr

Schwerte. Alles klar mit den hauswirtschaftlichen Kräften: In den städtischen Kindertageseinrichtungen An der Ulme (Geisecke), Das Windrad (Villigst), Kindergarten Wandhofen, Familienzentrum Regenbogen, Zappelkiste (Holzen-Rosen) und Familienzentrum Taußendfüßler werden ab sofort für die Dauer von drei Jahren die entsprechenden Mitarbeiterinnen aus dem Programm „Bürgerarbeit“ finanziert. Das Bundesverwaltungsamt als zuständige Bewilligungsbehörde hat jetzt grünes Licht erteilt, wie Erster Beigeordneter Hans-Georg Winkler in der jüngsten Sitzung des Haupt-, Personal- und Gleichstellungsausschusses berichtete. „Demnach werden alle städtischen Kindertageseinrichtungen mit hauswirtschaftlichen Kräften versorgt“, so Hans-Georg Winkler.
Die Finanzierung der Kräfte war bekanntlich bis vor kurzem noch ungewiß. Die Arbeitsverträge mit den hauswirtschaftlichen Kräften konnten nicht verlängert werden, weil es der Stadt Schwerte als Kommune im Nothaushaltsrecht untersagt ist, den erforderlichen Eigenanteil aufzubringen. Eigene Bemühungen, über das Programm „Bürgerarbeit“ Hauswirtschaftskräfte für die Kindertageseinrichtungen anzustellen, scheiterten zunächst. In der Vergangenheit wurden in den städtischen Kindertageseinrichtungen in den letzten Jahren hauswirtschaftliche Hilfskräfte über das Programm Jobperspektive der ARGE des Kreises Unna beschäftigt. Letztlich wurde der durch die SIGNAL gGmbH gestellte Antrag doch noch bewilligt.

Selbst Bürgermeister Heinrich Böckelühr hatte in einem Schreiben an Ministerpräsidentin Hannelore Kraft auf die Problematik hingewiesen. Er forderte eine von den Kind- und Gruppenpauschalen unabhängige und gesetzlich festgelegte Finanzierung der notwendigen hauswirtschaftlichen Kräfte in Kindertageseinrichtungen und kritisierte, dass infolge des Wegfalls der haushaltswirtschaftlichen Kräfte die Erzieherinnen viel Zeit für hauswirtschaftliche Arbeiten wie der Zubereitung von (warmen) Mahlzeiten, dem Auf- und Abdecken der Tische, dem Befüllen und Ausräumen von Spülmaschinen und dem Waschen der Wäsche für die U – 3 – Betreuungskinder aufwenden müssen. Entsprechend reduziere sich die Betreuungszeit.

Für die Ministerpräsidentin antwortete die Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, Ute Schäfer, und teilte die Auffassung des Bürgermeisters. Gleichwohl meinte die Ministerin, dass es im Wege einer ersten Änderung des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) wegen des Widerstandes der Kommunen als Kostenträger nicht zu einer Erhöhung der Kindpauschalen gekommen sei. Stattdessen habe sich die Landesregierung entschieden, die notwendige Verbesserung im U-3-Breich durch eine nur landesseitig finanzierte U-3-Pauschale zu gewährleisten.
Erhöht wurden indes in einem ersten Schritt die Gruppenpauschalen in der U-3-Betreuung, was im Einzelfall zu einer Erhöhung des Personals von bis zu 19,5 Wochenstunden führen könnte.

„Ab August kommt es zu einer Entspannung der Personalsituation in den Kindertageseinrichtungen“, so Erster Beigeordneter Hans-Georg Winkler abschließend.

Quelle: Stadt Schwerte

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